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Bunte Flora von Frühjahr bis Herbst: Biohotel Daberer in Kärnten Foto: Hotel

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„Wir vermitteln, was uns selbst gut tut“

Biohotel Daberer setzt schon lange auf regionale Produkte und Erzeugnisse aus dem alpinen Raum / Relax-Guide vergibt drei von vier Lilien an das Haus

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/37 vom 16. September 2006
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ST. DANIEL Weitere Auszeichnung für das Biohotel Daberer in Kärnten. Jüngst hat das 4-Sterne-Haus das Gütesiegel von „Best Health Austria“ erhalten. Bundesministerin Maria Rauch-Kallat sagte bei der Verleihung: „Kein anderes Land in Europa hat vergleichbar strenge Standards anzubieten. Das Gütezeichen Best Health Austria ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass Österreich den Wettlauf um die Gesundheitskompetenz gewinnen kann.“

Die Familien Daberer haben diesen Wettlauf in einer Zeit begonnen, als die Begriffe Wellness und Bio in der Hotellerie noch gar nicht auf der Tagesordnung standen. Es begann damit, dass 1929 in St. Daniel, zwischen Lienz und Villach gelegen, Thomas Daberer sein Heilbad St. Daniel eröffnete. Ein Jahr zuvor war dort eine Kalium-Magnesium-Hydrogen-Karbonat-Quelle offiziell nachgewiesen worden. Weiter ging es damit, dass 1978 sein Enkel Willi Daberer zusammen mit seiner Frau Inge das Bad übernahm. Heute ist es so, dass noch immer die Quelle das Wasserversorgungsnetz des mittlerweile auf 50 Betten angewachsenen Biohotels Daberer speist, und zusätzlich das Entspannungsbad mit seiner bemerkenswerten Zwölfeck-Kuppel.

Inge Daberer erklärt den Erfolg heute so: „In allen Bereichen müssen regionale alpine Elemente vorhanden sein. Von der Architektur bis zu den Heilmitteln. Wir vermitteln in unserem Haus das, was uns selbst gut tut. Ziel dieser Auszeichnung ist es, in der Wellness- und Gesundheitshotellerie die Spreu vom Weizen zu trennen.“ Regional alpin – das liest sich zum Beispiel beim Käsebuffet so: Almschotten, Tauernspitz, Bergkäse, Schafskäse mit Kräutern. Am Salatbuffet darf man mit hausgemachtem Apfelessig, Kürbiskern-, Distel-, Lein- und Sonnenblumenöl „nachwürzen“. Hier werden Bioküche, österreichische Naturküche und Alpen-Adria-Küche angeboten. Die „grüne Haube“ ist eine weitere Auszeichnung, die erworben wurde.

Zu Beginn 1978 waren Vollwert- und Naturkost für viele Gäste noch Fremdworte. Was die Daberers anboten, brachte sie zum Nachdenken und Diskutieren. Mittlerweile achten, wie Inge Daberer beobachtet, so viele ihrer Gäste auf gesunde Ernährung, dass sie hier in ihrem Urlaub richtig zulangen. „Denn sie wissen, wie hervorragend unsere Produkte sind“, so die Chefin des Hauses. Die Erzeugnisse stammen vorwiegend aus der Region, wobei man darunter praktisch den gesamten Alpenraum verstehen sollte.

Biohotel – das bedeutet auch Wellness. Zusätzlich zum Entspannungsbad sind unter anderem Hammam, Kräuterdampfbad, Waldsauna und Klangliege, außerdem viele Kneipp-, Behandlungs- und Kosmetikangebote verfügbar. An vielen Stellen im Haus und auf dem Gelände rundum gibt es Ruhezonen. Und es besteht die Möglichkeit, den ganzen Tag über, bis zum späten Abend, Kräutertees aus kontrolliert biologischem Anbau zuzubereiten und zu trinken. Die Mischungen wurden nach Rezepten von Inge Daberer hergestellt, die schon als Kind Zugang zu Kräuterwissen hatte.

Obwohl das Biohotel Daberer viele Stammgäste hat und daher eine Menge Mundpropaganda läuft, braucht es doch immer wieder „frisches Blut“. Daher werden alle üblichen Werbemittel genutzt, vom Direct Mailing über Inserate bis hin zu E-Marketing. Man beobachtet Trends, man möchte im Gespräch sein und bleiben. Die Auslastung lag im Jahr 2004 bei 250 bis 260 Vollbelegungstagen. 50 Prozent der Gäste stammen aus Deutschland, 35 Prozent aus Österreich, 15 Prozent aus Italien und anderen europäischen Ländern. Englisch spricht jeder der 20 Mitarbeiter, viele von ihnen können auch Italienisch.

Zurzeit hält sich der älteste Daberer-Sohn, Urenkel von Thomas Daberer, zu einem Sprachkurs in Italien auf. Er und seine Schwester werden bald in den elterlichen Betrieb einsteigen. Insgesamt gibt es vier Daberer-Sprösslinge. Als familiengeführtes Haus und Biohotel spezieller Prägung besitzt das Biohotel Daberer eine Sonderstellung. Trotzdem: Die Konkurrenz ist groß. Heute sind die Menschen wesentlich mobiler als vor 28 Jahren, als für sie alles begann. Dazu Inge Daberer: „Sie überlegen, fliegen wir nach Thailand oder fahren wir mit dem Auto in einen schönen Ort in erreichbarer Nähe? So ist auch ein thailändisches Wellnesshotel unser Mitbewerber.“

Dass der gestrenge Relax-Guide Österreich das Biohotel Daberer mit drei von vier Lilien auszeichnet, freut die Daberers, ist dieses Siegel doch ein Zeichen für gleichbleibende Qualität aller Angebote.

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