Ausland

Das Wahrzeichen für Dubai

Symbol für Luxus und Eleganz: Das Burj Al Arab, Flaggschiff der Jumeirah-Hotelgruppe Foto: Hotel

DUBAI. Es ist ein Meilenstein in der Hotelgeschichte: Das Burj Al Arab in Dubai. Das weltweite Symbol für Eleganz und Exklusivität wird Anfang Dezember zehn Jahre alt. Die Edelherberge ist weitaus mehr als ein Hotel. Durch seine Opulenz und Exklusivität hat das Burj Al Arab das Emirat weltweit ins Gespräch gebracht, war Auslöser eines bis heute nicht enden wollenden Wirtschaftsbooms am Golf. Das bis vor wenigen Jahrzehnten wenig beachtete Emirat wurde mit dem Luxushotel zu einem Hot-Spot auf der Weltkarte. Seither taucht hier Prominenz aus Wirtschaft, Politik und Sport auf. Und sie waren alle schon im Burj Al Arab: Nelson Mandela, Bill Clinton und Königin Rania von Jordanien. Die Tennislegenden André Agassi und Roger Federer spielten auf dem Helikopter-Landeplatz ein Show-Match. „Das Hotel hat einen eigenen Mythos. Denn wir haben nie behauptet, dass wir ein 7-Sterne-Hotel sind – das hat man uns nachgesagt“, sagt Heinrich Morio, Generalmanager des Burj Al Arab.

Warum wohl? Vielleicht sind es die 202 durchweg doppelstöckigen Suiten, die kleinste mit 175 und die größte mit 780 Quadratmetern. Oder die schier endlos scheinenden Blattgoldflächen inmitten von kräftig buntem Interieur. Vielleicht auch die rund 1500 Mitarbeiter, die sich in dem Luxustempel um die Gäste kümmern – wohlgemerkt: Sieben pro Suite. Oder der Preis: Von stolzen 1900 Euro pro Nacht aufwärts.

Schon der Einlass in die Edelherberge ist für den normalen Urlauber nicht ganz einfach. Eine Brücke samt Schranke verwehrt den ungehinderten Zugang in das berühmte Hotel. Ohne eine Reservierung in einem Restaurant oder eine gebuchte Übernachtung bleibt nur der Blick von außen auf die 321 Meter hohe schlanke Konstruktion mit dem charakteristischen Sonnensegel. Im Foyer empfangen Wasserspiele die Gäste des noblen Hauses. Es gehört zur Dubai Holding, die sich zum Großteil im Besitz der Herrscherfamilie Maktoum befindet. Nach den Ölfunden vor rund 40 Jahren und den damit sprudelnden Einnahmen hatte diese entschieden: Dubai soll zum internationalen Dienstleistungs-, Finanz- und Tourismusstandort werden.

Doch dafür musste der Ort aus dem Dornröschenschlaf erwachen. Es war die Geburtsstunde des Symbols für Luxus und Eleganz weltweit. „Hier wurde wirklich nicht gespart. Die Besitzer wollten das schönste, das luxuriöseste und großartigste Hotel der Welt“, so der 49-jährige Hotelchef. Seit der Eröffnung des Burj Al Arab beobachtet er, wie die Stadt wächst, weiter und weiter – hin zur Metropole. Konnte man früher noch neben dem Hotel am Stand Fußball spielen, reihen sich dort heute exklusive Anwesen und Hotels entlang der Wasserlinie.

Neue Attraktionen fürchtet das Haus nicht. „Es ist das erste von mittlerweile einigen Wahrzeichen hier“, sagt Morio. Der nächste Coup steht schon fest: Die Eröffnung des Burj Dubai Anfang 2010, höchstes Gebäude der Welt. Darin: Das erste Hotel des italienischen Modeschöpfers Armani. Die Spekulationen um den neuen Turm rissen nie ab. Das galt für die Eröffnung, wie für die Höhe, rund 800 Meter. Genannt wurden bereits die Kosten: 1 Mrd. US-Dollar.

Erschienen in der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung, Ausgabe 2009/48, Seite 13
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