Für Hochwassergebiete Land in Sicht
BAD SCHANDAU (o). „Nach den Beeinträchtigungen des Reiseverkehrs durch das Hochwasser vom August 2002 freuen wir uns über die wieder hervorragende touristische Infrastruktur in den betroffenen Regionen“, so Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), in Bad Schandau.
Vor 16 Monaten, im August 2002, haben die Wassermassen der Elbe und benachbarter Flüsse die Infrastruktur zahlreicher Orte vor allem in Sachsen und Sachsen-Anhalt beschädigt. Nach der Flutkatastrophe haben staatliche Stellen, gemeinnützige Organisationen und Unternehmen der Privatwirtschaft in bis dahin beispielloser Weise sehr schnell gemeinsam am Wiederaufbau der betroffenen Einrichtungen gearbeitet. Diesen Schulterschluss demonstrierten die Partner kurz Weihnachten bei einer Presseveranstaltung, an der rund 50 Journalisten aus ganz Deutschland teilnahmen.
Gemeinsam mit Vertretern der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH (TMGS), des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit, des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz, des Deutschen Reisebüro und Reiseveranstalter Verbandes (DRV) sowie der Deutschen Bahn AG resümierte die DZT die Entwicklung des Tourismus aus dem Inland in den betroffenen Gebieten. Sie zeigt bereits Erfolge der konzertierten Aktion der Partner im Deutschland-Tourismus: Der letztjährige Rückgang der Inländerübernachtungen in Sachsen-Anhalt um 3,4 Prozent schwächte sich von Januar bis September auf ein leichtes Minus von 0,1 Prozent ab.
Die DZT ist optimistisch, dass sich auch das Reiseziel Brandenburg – trotz eines Rückgangs der Übernachtungen im dritten Quartal des Jahres 2003 um 0,3 Prozent — in den kommenden Monaten erholen wird. Das stark betroffene Sachsen konnte in den ersten neun Monaten diesen Jahres — nach einem Minus von 7,2 Prozent im Vorjahr – wieder ein Wachstum von 2,9 Prozent verbuchen.
Die Presseveranstaltung in Bad Schandau bildete den Abschluss der zahlreichen Initiativen, die die DZT bereits unmittelbar nach der Flut mit Sondermitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) gemeinsam mit den Bundesländern Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein sowie der Deutschen Bahn AG gestartet hatte, um den Tourismus aus dem In- und Ausland wieder zu stabilisieren.
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