Privathotels haben es schwer
STUTTGART. Im Gastgewerbe kommt es zu einem Sterben der Privathotels: Jedes Jahres schließen mittlerweile zwischen 1500 und 2000 kleine Häuser. Dagegen wachsen die Hotelketten unvermindert. Die Unternehmen kämen „in zehn bis 15 Jahren" in der Bundesrepublik auf einen Marktanteil von 50 Prozent, prognostiziert Martin Bowen, Chef des Entwicklungsteams der InterContinental Hotel Group. Doch auch schon heute sei fast jedes vierte der knapp 900.000 Zimmer in Händen der Markenhotellerie.
Die privat geführten kleinen Herbergen leiden vor allem darunter, dass ihre Reservierungssysteme wenig effizient sind und der Auftritt im Internet oft nur wenig hergibt. Außerdem interessieren sich Geldgeber meist nur für große Häuser.
Viel Zukunft haben dagegen Hotels, die „Focused Service" anbieten. „Immer mehr Gäste wollen nicht für Dinge zahlen, die sie nicht nutzen", so Bowen. Deshalb wachse das Angebot der Hotels mit eingeschränktem Service weiter. Das Potenzial liege bundesweit bei 400 bis 600 Hotels, es gebe jedoch erst etwa 150 davon.
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