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Konzepte

Koloniales Interieur: Chesterfield-Sofas, Tierstatuen und historische Bilder in der Lobby Fotos: Mathias Thurm

Konzepte: Lindner Park-Hotel Hagenbeck in Hamburg

Afrika und Asien zum Greifen nah

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/29 vom 17. Juli 2010
von

HAMBURG. Während viele Hotels mühsam nach einem Alleinstellungsmerkmal suchen, liegt beim Park-Hotel das besondere Erlebnis buchstäblich vor der Tür. Einer der bekanntesten und größten Zoos Deutschland grenzt unmittelbar an das Hotel und verleiht ihm seinen Namen. Das „tierische“ Thema durchzieht das ganze Haus. Gut ein Jahr nach der Eröffnung steht fest: Das Hotel fährt gut damit. Die ursprünglich angepeilten 60 Prozent Zimmerrauslastung seien noch um 5 Prozent übertroffen worden, sagt Hoteldirektor Fabian Engels.

Exotische Atmosphäre

„Wir wollten nicht irgendein Hotel bauen, sondern ein Themenhotel, das die spannende Geschichte der Familie Hagenbeck und ihres Tierparks mit all ihrer Exotik und der kolonialen Atmosphäre der Vergangenheit auf anschauliche und sinnliche Weise zum Ausdruck bringt“, so der geschäftsführende Gesellschafter und Eigentümer Joachim Weinlig-Hagenbeck.

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Dieses Ziel – so kann man feststellen – ist im Hotel konsequent bis ins letzte Detail umgesetzt worden.

Holzbalkone und die hölzernen Pavillons des Event- und Tagungsbereichs lassen schon von außen den kolonial-exotischen Stil erkennen. Auch im Innern wird die Kolonialzeit derart stimmig vermittelt, dass man sich kaum wundern würde, wenn ein Gast mit Tropenhelm und khakifarbenem Leinenanzug zur Tür herein käme. Nilpferde aus Holz, steinerne Löwen und historische Bilder aus Afrika und Asien prägen die Atmosphäre. „90 Prozent des Interieurs sind individuell entworfen, handgemacht oder in Form von Fundstücken und Antiquitäten auf Reisen in tropischen Gefilden gesammelt worden“, weiß Fabian Engels.

Aus Afrika und Asien stammen die meisten Tiere des Zoos. So sind denn auch jeweils zwei Etagen im Stil der beiden Kontinente eingerichtet. Rund 30 Mio. Euro hat sich die Familie Hagenbeck das Hotel kosten lassen.

Bei einem Etat von rund 200.000 Euro pro Hotelzimmer haben die Mitarbeiter des Hotel-Einrichtungsexperten Joi-Design exklusive Materialien wie afrikanischen Schiefer und Tigereiche verbaut. Das Wellness- und Fitnessareal im fünften Stock indessen besitzt mit seinen Saunen, Eisbrunnen und dem Dampfbad ein arktisches Ambiente.

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