Branchenbarometer
Appetit auf Tiefgefrorenes wird größer
Institut: Der Verbrauch im Handel und Außer-Haus-Verkauf steigt um 28.251 Tonnen
KÖLN. Essen aus der Tiefkühltruhe wird bei den Deutschen immer beliebter. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Branche sowohl Absatz- als auch Umsatzrekorde. Das meldet das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) in Köln. Der Verbrauch von Tiefkühlkost (ohne Speiseeis) im Lebensmittelhandel sowie im Außer-Haus-Markt kletterte um 0,9 Prozent auf 3,14 Mio. Tonnen. Das entspricht einem Plus von 28.251 Tonnen.
Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg erstmals über die 38-Kilogramm-Marke auf 38,1 Kilogramm und lag damit um 400 Gramm höher als im Vorjahr. Der Umsatz erreichte 10,5 Mrd. Euro, was einer Steigerung von 4,5 Prozent entspricht. Nachfrage herrschte vor allem bei Fisch, Backwaren und Pizzas.
Auch Küchenchefs in den verschiedenen Bereichen des Außer-Haus-Marktes setzen verstärkt auf die tiefgekühlten Lebensmittel. Der Verbrauch von Tiefkühlkost in der Hotellerie und Gastronomie, der Betriebs- und Schulverpflegung sowie den Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen stieg um 1,4 Prozent auf 1,42 Mio. Tonnen.
Nach Angaben des Deutschen Tiefkühlinstituts wünschen die Tischgäste in der Außer-Haus-Verpflegung Frische, Qualität und Vielfalt. Entsprechend kauften die Entscheider ein: Tiefkühlfisch in allen Variationen – von naturbelassen bis fertig zubereitet. Gemüsemischungen und Snackangebote waren die Renner.
Im Lebensmittelhandel (einschließlich Heimdienste und Discounter) wurden im vergangenen Jahr 1,71 Mio. Tonnen Tiefkühlkost verkauft. Dies entspricht einem Mengenplus von 0,5 Prozent. Der Umsatz wuchs auf 6,25 Mrd. Euro – eine Wertsteigerung von ganzen 4,6 Prozent.red
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