Gastgewerbe Österreich
Arabische Touristen sorgen für Rekordergebnis in Wien
Besucherströme dank neuer Flugverbindungen
WIEN Die Hauptstadt Österreichs war im Jahr 2005 wieder eines der beliebtesten Reiseziele Europas. Mit 8,8 Mio. Übernachtungen konnte das Ergebnis von 2004 um vier Prozent gesteigert werden. Die Wiener Tourismuswirtschaft hat damit zum dritten Mal in Folge einen Rekord aufgestellt und kommt ihrem erklärten Ziel von 10 Mio. Übernachtungen ab 2010 ein großes Stück näher.
Besonders positiv haben sich die Märkte in den neuen EU-Ländern entwickelt: Mit einer durchschnittlichen Zuwachsrate von 8,2 Prozent sind sie doppelt so stark gewachsen wie die Märkte aller anderen Länder. Spitzenreiter bei den Zuwachsraten sind jedoch die arabischen Länder. Sie brachten eine Steigerung von 67 Prozent an Übernachtungen.
„Das ist vor allem auf die verbesserten Flugverbindungen zurück zu führen“, sagt Vera Schweder, Mediensprecherin von Wien-Tourismus. Seit letztem Jahr werde Wien erstmalig von zwei arabischen Fluglinien angeflogen.
Für das Mozart-Jahr 2006 hat sich Wien-Tourismus viel vorgenommen. Seit September 2005 machen über 100 Inserate in 13 verschiedenen Ländern auf den Geburtstag Mozarts aufmerksam. In Russland tragen öffentliche Busse das Wiener Werbe-Design, die Briten bekommen Wien-Werbung durch den Home Delivery Service einer Feinkostkette nach Hause. Werbung ganz besonderer Art gibt es in Saudi Arabien: Ab Mai wird dort eine Fernsehserie ausgestrahlt, die Wien als Hauptschauplatz hat. 11,5 Mio. Euro beträgt das Wiener Marketing-Budget für 2006. 64 Prozent davon entfallen auf die acht wichtigsten Herkunftsländer Deutschland, Österreich, Italien, USA, Großbritannien, Japan, Spanien und Frankreich.
„Wir haben auch das Potenzial in den arabischen Ländern in Asien erkannt“, berichtet Schweder. „Ab Frühjahr 2006 wird die Internetseite von Wien-Tourismus deshalb auch in arabischer Sprache verfügbar sein.“ Die Website
Der Tourismus in Wien sichert mittlerweile 55.000 Arbeitsplätze, 15.000 mehr als noch vor zehn Jahren. Nicht nur Hotellerie, Gastronomie und Handel profitieren, sondern auch die vorgelagerten Produktions- und Dienstleistungsunternehmen wie Banken, Versicherungen und die Bauindustrie. Insgesamt trägt der Tourismus rund sechs Prozent zu Wiens Bruttoregionalprodukt bei. Besuchern stehen 42.700 Betten zur Verfügung, die Zimmerauslastung betrug 2005 zirka 66 Prozent.