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Arena hängt Premiere ab
Rechte für Bundesliga-Übertragungen neu vergeben / Zukunft der 13.000 deutschen und österreichischen Sportsbars ungewiss
MÜNCHEN Für Premiere bleiben vom Bundesliga-Kuchen nur Krümel übrig. „Die Lizenz für die Übertragung der Bundesliga in Kneipen und Bars geht an den Sportrechtevermarkter Arena“, wird der Präsident der Deutschen Fußball Liga (DFL), Werner Hackmann, vom
Zuvor hatten sich die Deutsche Telekom und DFL im Streit um die TV-Übertragungswege der Fußball-Bundesliga geeinigt. Die Telekom verzichtet gegen einen Preisnachlass darauf, die erworbenen Internet-Fernsehrechte für die Ausstrahlung via Kabel oder Satellit zu nutzen. Leidtragender der Vereinbarung zwischen Telekom und DFL ist der Bezahlfernsehsender Premiere. Bis zuletzt hatte Premiere-Chef Georg Kofler auf eine Übertragung via Satellit und Kabel mit Hilfe der Telekom gehofft. „Für Premiere brechen jetzt harte Zeiten an“, hieß es in Verhandlungskreisen. Kofler selbst nimmt die Niederlage im Kampf um die TV-Übertragungsrechte offenbar gelassen hin. Man sei auf dieses Szenario vorbereitet, „operativ, technisch und wirtschaftlich.“ Auch ohne Bundesligarechte will der Sender offenbar am Konzept für seine rund 13.000 Sportsbars festhalten – dann aber mit anderen Inhalten. Hier nannte Kofler vor allem die Champions League, die Formel 1, Basketball und Eishockey sowie US-Sport. Auch ein neues Preismodell stellte Kofler in Aussicht.