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Beliebt bei deutschen Besuchern: Die Gäste aus dem Heimatland bescheren Karlsruhe seit Jahren steigende Übernachtungszahlen Foto: Stadt Karlsruhe

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Aufholjagd in Karlsruhe

Nach einem im bundesweiten Vergleich schwachen Jahr 2006 entwickelt die Karlsruher Kettenhotellerie seit Jahresbeginn eine zunehmende Dynamik. So legte der RevPar in der Universitätsstadt im Januar um 11 Prozent zu

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2007/13 vom 31. März 2007

KARLSRUHE. Nach schwachen Jahresergebnissen für 2006 zeigte sich der Karlsruher Hotelmarkt im ersten Monat des neuen Jahres überraschend stark. Er erzielte mit 12,2 Prozent RevPar-Wachstum für die Kettenhotellerie den höchsten Zuwachs der vorangegangenen acht Monate. Dieses Ergebnis wurde ausschließlich durch den um fast 13 Prozent gestiegenen durchschnittlich erzielten Zimmerpreis erlangt, die Auslastung fiel sogar leicht um 0,4 Prozentpunkte. Mit diesem Januarergebnis liegt die Stadt am Rhein im Trend des gesamtdeutschen Marktes, der im Januar um 11,1 Prozent beim RevPar zulegte.

Werden die kumulierten Ergebnisse der vorangegangenen zwölf Monate verglichen, ergibt sich ein anderes Bild. Während der gesamtdeutsche RevPar über die vergangenen zwölf Monate um 12,7 Prozent zulegte, erreichte der Karlsruher Markt lediglich ein Wachstum von 2,8 Prozent. Entgegen dem Gesamtmarkt nahm die Auslastung zu, während die durchschnittlichen Zimmerpreise fielen. Mit 70,70 Euro ist der durchschnittliche Zimmerpreis um fast 18 Euro geringer als der deutsche Durchschnitt. Die Auslastung von 68,6 Prozent liegt dafür um fast 5 Prozent höher. So scheint es für die Kettenhoteliers der Stadt noch Spielraum bei den Zimmerpreisen zu geben, wie die Januarergebnisse bereits gezeigt haben.

Die badische Stadt an der Grenze zu Frankreich verzeichnet seit Jahren steigende Übernachtungszahlen. Im Jahr 2005 wurde erstmals die Marke von 700.000 Übernachtungen überschritten, 2006 wurden dann mehr als 760.000 Übernachtungen generiert. Gleichzeitig stieg die Hotelbettenzahl mit rund 200 neuen Betten in den vergangenen zwei Jahren nur leicht. Anders als in den meisten Städten des Landes ist die Wachstumsrate bei inländischen Besuchern höher als bei ausländischen. Die Besucher aus anderen deutschen Städten machen 80 Prozent aller Übernachtungen aus, Tendenz steigend.

Die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH eröffnete 2003 ihr neues Messegelände. Im März folgt die vierte Ausgabe der Art Karlsruhe, die Internationale Messe für klassische, moderne und Gegenwartskunst. Diese hatte im vergangenen Jahr erstmals mehr als 30.000 Sammler und Kunstfreunde angelockt und war somit der größte Besuchermagnet unter den Karlsruher Messen.

Obwohl die Flughäfen von Stuttgart und Straßburg jeweils nur in 80 Kilometer Entfernung liegen und der Großflughafen in Frankfurt in rund einer Autostunde erreichbar ist, hat die Region ihren eigenen überregionalen Flughafen. Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden verzeichnete 2006 mit mehr als 850.000 Fluggästen einen Passagierrekord. Seit einigen Jahren wird der Flughafen von Ryanair, Air Berlin und DBA angeflogen. Außer Zielen wie Berlin, Barcelona, London und Marseille wurden nun auch Hamburg und Rimini in den Flugplan aufgenommen.

Außer als Sitz des Bundesgerichtshofs und des Bundesverfassungsgerichts ist die Stadt vor allem für ihre renommierte Universität bekannt. Die Fridericiana, wie sie sich nennt, hat sich im vergangenen Jahr als eine der ersten Elite-Universitäten des Landes durchgesetzt, was langfristig sicherlich positive Impulse für die Region haben wird. red

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