Hotellerie
Best Western trotzt Krise
FRANKFURT/M. Der Gesamtumsatz der Hotelgruppe stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 504 Mio. Euro, telte das Unternehmen bei seiner Jahrespressekonferenz in Frankfurt mit. Erneut wurde damit die Umsatzgrenze von einer halben Milliarde Euro überschritten. Das stabile Umsatzergebnis konnte durch das starke Wachstum des Hotelportfolios um 15 neue Hotels in 2009 gehalten werden.
Die Wirtschaftskrise hat allerdings auch Best Western getroffen: Die durchschnittliche Belegung der Hotels ging um 3 Prozent zurück und die durchschnittlichen Zimmerpreise gaben um 4 Prozent nach. Für das laufende Geschäftsjahr werden eine leichte Erholung des Marktes und eine weitere Hotelexpansion erwartet. Bereits im ersten Quartal haben sich zehn weitere Hotels der Marke angeschlossen und erhöhen die Best Western Hotelanzahl in Deutschland auf 189 Häuser.
Als Markenpartner für die unabhängige Hotellerie konnte die Gruppe somit ihre Position in Deutschland erneut stärken, unterstrich Geschäftsführer Marcus Smola. Mit den dazugewonnenen Hotels konnte die Gruppe einen Gesamtumsatz von insgesamt 504 Mio. Euro im vergangenen Geschäftsjahr realisieren, was einem leichten Plus von 0,3 Prozent gegenüber 2008 entspricht. Die Wirtschaftkrise hat allerdings auch Best Western getroffen: Die durchschnittliche Belegung der Best Western Hotels in Deutschland fiel um drei Prozent auf 65 Prozent, die durchschnittlichen Netto-Zimmerraten verzeichneten einen Rückgang um vier Prozent auf 75,2 Euro. Der durchschnittliche Zimmerumsatz, der RevPar (Revenue Per Available Room), ging um 7,4 Prozent auf 48,88 Euro zurück. Mit diesen Ergebnissen liegt die Best Western Gruppe jedoch noch über dem Branchendurchschnitt, verwies Smola auf Vergleichszahlen des Marktforschungsunternehmens STR Global.
Während der Hotelmarkt in Deutschland demnach durchschnittlich mit einer Belegungseinbuße von 4,3 Prozent, einem Minus bei den Zimmerraten von 5,8 Prozent und einem Rückgang des RevPar um 9,8 Prozent in 2009 zu kämpfen hat, fielen die Einbußen bei Best Western geringer aus.
„Wir haben den Vorteil, dass unsere Hotels sowohl in allen Metropolen, aber auch in 1B-Destinationen liegen, von denen viele nicht so stark unter der Krise leiden. Gleichzeitig macht der Umsatz unserer Urlaubshotels, die nur in geringerem Maße von der Wirtschaftskrise betroffen sind, mittlerweile rund 39 Prozent unseres Gesamtumsatzes aus", erklärt Smola die im Vergleich zum Branchendurchschnitt bessere Performance seiner Gruppe. Gleichzeitig profitierte Best Western von Geschäftsverlagerungen in günstigere Hotelkategorien der 3- bis 4-Sterne-Hotellerie. „Das Volumen an Geschäftsreisen und Tagungen hat im vergangenen Jahr insgesamt abgenommen. Jedoch wurden einige Tagungen und Geschäftsreisen, die bisher im Luxussegment stattfanden, in unseren Hotels gebucht und haben uns damit eine große Anzahl von Neukunden beschert", so Smola.
Ein deutliches Plus weist laut Smola im Geschäftsjahr 2009 die Expansion der Gruppe in Deutschland auf. So verzeichnet das Hotelportfolio der Best Western Hotels Deutschland GmbH im vergangenen Jahr 15 Neuzugänge. Neue Hotels sind unter anderem an den Standorten Berlin, Bamberg, Mettmann, Lahnstein, Wismar, Heidenheim und Bensheim entstanden. Besonders im Ferienhotelsegment konnten neue Hotels hinzugewonnen werden: Best Western präsentiert neue Urlaubshotels unter anderem im Bayerischen Wald in Lam, in Timmendorfer Strand, in Bad Sachsa und in Heilbad Heiligenstadt.
„In Krisenzeiten suchen individuelle Hotels den internationalen Markenanschluss. Die Anbindung an weltweite Vertriebs- und Marketingmaßnahmen und Qualitätskontrollen sichert gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten den Erfolg von Einzelhotels", erläutert Smola die Expansion der Marke. Dieser Trend setzt sich auch im laufenden Geschäftsjahr fort: Bereits zehn weitere Hotels haben sich seit Jahresbeginn 2010 für Best Western entschieden. Unter anderem ergänzen das Best Western Premier Grand Hotel Russischer Hof in Weimar und das Hotel des Nordens in Harrislee an der dänischen Grenze das Best-Western-Angebot.
„Der seit Januar 2010 gültige reduzierte Mehrwertsteuersatz von 7 statt 19 Prozent auf Logisumsätze gibt auch uns den dringend benötigten Handlungsspielraum für Investitionen und die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, um damit das Preis-Leistungsverhältnisses für unsere Gäste noch attraktiver zu machen", sagt Smola. So soll die Mehrwertsteuersenkung dabei helfen, damit die knapp 190 unternehmerisch selbstständigen Best Western Hotels ein umfassendes Investitionspaket von rund 50 Millionen Euro im Jahr 2010 realisieren können. Die geplanten Investitionen fließen in Renovierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen als auch in Ausbau und Grundsanierungen. „Somit profitieren Gäste, regionale Handwerker und Firmen sowie Mitarbeiter von der Mehrwertsteuersenkung", so Smola.
„Die Talsohle scheint erreicht zu sein. Wir rechnen für das Jahr 2010 mit einer leichten Belebung des Geschäfts. Allerdings bleiben die Wirtschaftbedingungen schwierig", so Smola. „Unsere Voraussetzungen, uns am Markt noch stärker zu profilieren, sind jedoch gut: Bei Reisenden sind ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die Sicherheit einer Qualitätsmarke das entscheidende Kriterium bei der Hotelauswahl", begründet Smola die optimistischen Prognosen für die Zukunft. Der Best-Western-Chef geht davon aus, dass das Hotelangebot in Deutschland bis Jahresende auf über 200 Häuser ausgebaut werden kann. Der Gesamtumsatz der Gruppe soll im Jahr 2010 um etwa 10 Prozent auf über 550 Mio. Euro steigen. Smola: „Generell sind in diesen Zeiten Prognosen nur sehr schwer zu treffen. Das Geschäftsjahr ist nicht nur für unsere Branche schwer kalkulierbar. Die strategischen Weichen sind auf ein weiteres schwieriges Jahr eingestellt."
Best Western ist eine internationale Hotelkette, die unternehmerisch unabhängige Hotels unter einer Marke vereint. Mit mehr als 4000 Hotels in mehr als 80 Ländern ist Best Western die größte Hotelkette der Welt. In Deutschland und Luxemburg gehören knapp 190 Hotels zur Best Western Hotels Deutschland GmbH. Unter dem Namen Best Western Premier sind Hotels vereint, die sich durch ein hochwertiges Ambiente, durchgängiges Design sowie zusätzliche Serviceangebote und Ausstattung qualifiziert haben. red
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