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AHGZ-Barometer

Bewegung in der Bremer Hotellerie

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/29 vom 17. Juli 2010
von  Marina Behre

Bremen. Trotz 8 Prozent höherer Zimmerpreise bleibt der RevPar in der Hansestadt im Mai unter dem Vorjahreswert. Schuld ist die schwache Auslastung, die fast 10 Prozent niedriger ist als im Mai 2009. Zögerlich zeigt sich die Erholung der Wirtschaft in den Kennzahlen der Bremer Kettenhotellerie. Vor allem die Auslastung liegt seit Jahresbeginn meist unter dem Vorjahr, nur Februar und April brachten ein Plus. Besser sieht es bei den Zimmerpreisen aus, die von Januar bis April zweistellig höher lagen als im Vorjahr.

Einen neuen Mitbewerber haben die Bremer Hoteliers seit Kurzem: Vor wenigen Wochen wurde das Atlantic Grand Hotel eröffnet, das in der Kategorie 4-Sterne-superior angesiedelt ist. Damit kommen 138 neue Zimmer im Upscale-Bereich auf den Markt. Die Lage des Hauses, in das 27 Mio. Euro investiert wurden, könnte zentraler nicht sein: Sehenswürdigkeiten wie das historische Rathaus die Bremer Stadtmusikanten und der Roland befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft. Atlantic hat auch Tagungsgäste im Viesier: Das Hotel bietet mit der Rooftop-Lounge auf dem Dach eine Eventlocation und außerdem multifunktionale Veranstaltungsräume für bis zu 300 Personen. Am anderen Ende der Hotelskala hat sich das Budget-Designhotel Prizeotel positioniert, das seit etwas über einem Jahr am Markt agiert. Das Haus setzt auf ausgefallene Optik und balanciert zwischen hochwertigen Ausstattungsmerkmalen wie Regenwalddusche oder großen Flachbildschirmen einerseits und dem Verzicht auf Zimmertelefon und Minibar andererseits.

Heikles politisches Thema ist die Bettensteuer: Handelskammer und Bremer Touristik-Zentrale kämpfen gemeinsam gegen den Antrag, den die Fraktionen von SPD und Grüne in die Bürgerschaft eingebracht haben.

Eine neue Gästeattraktion des Bundeslandes Bremen befindet sich in der Nachbarstadt Bremerhaven: Die vor einem Jahr an den Start gegangenen Havenwelten mit dem Erlebniszentrum Klimahaus 8° Ost haben binnen Jahresfrist rund 800.000 Besucher angelockt. „Das sind 200.000 mehr, als wir erwartet hatten“, freute sich Klimahaus-Geschäftsführer Arne Dunker bei der Präsentation der ersten Bilanz. Laut einer Untersuchung wurden im ersten Betriebsjahr etwa 20.000 zusätzliche Übernachtungen durch das Projekt generiert.

Seit Kurzem wirbt die Bremer Touristik-Zentrale gezielt um Golf-Touristen. Ein neues Internetportal und eine Broschüre stellen acht Golfclubs in der Stadt und im niedersächsischen Umland vor, die innerhalb von 20 Minuten mit dem Auto von Bremen aus erreichbar sind. Marina Behre

Im Auftrag der AHGZ ermittelt vom Hotel-Beratungsunternehmen MKG Hospitality/Hotelcompset

www.ahgz.de

www.mkg-group.com

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