Zulieferer
Bitburger sucht neue Märkte
von Bernhard Eck
BITBURG. Dass der Bierabsatz seit Jahren zurückgeht, ist nicht neu. Interessant ist aber, wie die Bitburger Braugruppe künftig trotzdem gute Geschäfte machen will. Mit alkoholfreien Erfrischungsgetränken und mit neuen Zielgruppen. Darüber hat sich Unternehmenssprecher Werner Wolf jetzt in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) geäußert. „Bier ist nicht mehr angesagt", so Wolf wörtlich. Und er meint dabei vor allem die unter Dreißigjährigen, die stark alkoholische Mischgetränke bevorzugen. Und: „Bei den über Dreißigjährigen ist Wein der Hauptwettbewerber."
Nach der geplanten Strategie befragt, ist sich Werner Wolf sicher: Das Heil liegt in der Systemgastronomie. „Wir wollen dahin, wo der Markt wächst, nämlich in die Systemgastronomie", so Wolf. „Und warum soll in einem Schnellrestaurant neben Cola und Fanta nicht alkoholfreies Bier angeboten werden?" Schließlich habe Bier weniger Zucker und Kalorien selbst als viele Apfelsaftschorlen.
Darüber hinaus kündigt der Bitburger-Chef neue Produkte an: Getränke auf Basis von Fermentationsprozessen, alkoholfreie Erfrischungsgetränke und auch neue Mischgetränke. Zur Stärkung der Marktposition setze man nicht auf Export, sondern auf den deutschen Markt, wo man sich den Zukauf weiterer erfolgreicher Marken vorstellen könne. Solche seien zwar kaum zu finden, obwohl hierzulande immer noch 1350 Brauereien existierten - trotz der Absatzschwierigkeiten. „Bier ist eben ein sehr emotionales Produkt", kommentiert Werner Wolf.
www.bitburger-braugruppe.de

