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Bremen jubelt über Gästestrom

Vor allem ausländische Besucher übernachten zunehmend in den Beherbergungsbetrieben der Stadt. Der Kettenhotellerie gelang es daher, den durschnittlichen Zimmerpreis um 2,7 Prozent auf 69,90 Euro anzuheben. Prognosen gehen weiterhin von einer positiven Entwicklung aus

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2007/48 vom 1. Dezember 2007

BREMEN. Erfreuliche Entwicklung in der Hansestadt Bremen: Die Kettenhotellerie hat im September einen Zusachs beim 12-Monats-RevPar (durchschnittlicher Erlös pro verfügbarem Zimmer) von 2,8 Prozent auf 46,30 Euro verzeichnet. Dies ist vor allem auf den um 2,7 Prozent auf 69,90 Euro gestiegenen zurückzuführen, während die Auslastung nur marginal um 0,1 Punkte auf 66,2 Prozent zulegte. Die Entwicklung der Auslastung von Monat zu Monat betrachtet schwankte allerdings stark, der durchschnittlich erzielte Zimmerpreis hingegen war insgesamt nur drei Monate lang unbefriedigend. In sieben von zwölf Monaten wurden sogar Zuwächse von mehr als 4 Prozent registriert.

Von Januar bis September 2007 wurden in Bremen fast 960.000 Übernachtungen gezählt, 2,3 Prozent mehr als in der vorherigen Periode. Mit erstmals seit Jahren steigenden Übernachtungszahlen und einem fast unveränderten Zimmerangebot hatte der Markt bereits im vergangenen Jahr eine gute Performance hingelegt. Jedoch werden mit der bevorstehenden Eröffnung von Swissotel die Wachstumshoffnungen im Upscale-Segement etwas gebremst. Das 4-Sterne-Plus-Hotel will im zweiten Quartal 2008 die ersten Gäste empfangen.

Die im Raum Bremen ansässigen Großunternehmen sowie die Kongresse, Messen und kulturellen Veranstaltungen generieren den überwiegenden Teil der Übernachtungen in der Stadt. Inzwischen spielen aber auch sportliche Events, wie die Tischtennis-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr oder die in diesem Jahr ausgetragenen Spiele des Handball World Cups eine zunehmend wichtigere Rolle. Auch das 6-Tage-Rennen im AWD Dome – Europas größtes Hallen-Fahrradrennen – lockte in diesem Jahr wieder um die 125.000 Besucher in die Stadt und verhalf den im Januar zu einem RevPar-Plus von mehr als 10 Prozent.

Internationale Übernachtungen machen in Bremen bereits 25 Prozent aus, wobei Spanien, die Niederlande und Italien die größten Quellmärkte stellen. Durch die Ansiedlung von Ryanair am internationalen Flughafen von Bremen verspricht sich die Stadt nun einen kräftigen Schub für den Tourismus. Die Low-Cost Fluggesellschaft rechnet bis 2010 mit 1,1 Mio. zusätzlichen Passagieren. Die Bremer Touristik-Zentrale geht daher von 400.000 zusätlichen ausländischen Gästen aus, wovon ungefähr die Hälfte ihren Weg in Bremer Beherbergungsbetriebe finden könnte.

Bereits seit Monaten berichten die Hoteliers über steigende Ankunftszahlen ausländischer Gäste, und im September hat Ryanair weitere Destinationen in seinen Flugplan aufgenommen. Mit Spannung wird verfolgt, wie sich das Angebot entwickelt und in welchem Ausmass sich die zusätzlichen Übernachtungen in der Performance niederschlagen. red

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