Konzepte: Restaurant Bullerei in Hamburg
Bullenfutter in den Schanzenhöfen
HAMBURG. „Der Laden lebt“, sagt Tim Mälzer. Seit gut einem Jahr betreibt er mit seinem Geschäftspartner Patrick Rüther das Restaurant Bullerei in der Lagerstraße 34b im Hamburger Schanzenviertel. Der TV-Koch, der in einem rückwärtigen Teil des Gebäudes auch ein Fernsehstudio betreibt, kann sich über fehlenden Zuspruch nicht beklagen.
Die Kritik auf Bewertungsportalen im Internet stammt vor allem von Besuchern, die in der Bullerei keinen Platz bekommen haben. „Wir hatten am Anfang Probleme mit unserem Reservierungssystem“, räumt Mälzer ein.
Der Name des Restaurants und auch die blauen Kacheln erinnern an die ursprüngliche Nutzung des Gebäudes als Viehhalle des Hamburger Schlachthofes. Bis in die 1970er Jahre wurde in den Hallen noch Vieh gehandelt. Das städtische Gebäude im Besitz der Sprinkenhof AG mit einer Gesamtfläche von 1000 Quadratmeter haben Mälzer und Rüther für insgesamt 35 Jahre gepachtet.
Etwa eineinhalb Jahre hat die Kernsanierung dieses Teils der Schanzenhöfe gedauert.
WEITERE BILDER ZUM ARTIKEL
Im Nachbargebäude soll im kommenden Jahr eine Braumanufaktur der Marke Ratsherrn eröffnen.
Fleisch am Haken
Das Lokal teilt sich in ein Deli, in dem bis zu 50 Gäste Platz finden, und das Restaurant mit 130 Sitzplätzen, das erst abends um 18 Uhr öffnet. Im Sommerhalbjahr finden außerdem bis zu 80 Gäste einen Sitzplatz auf der Terrasse. Die Patina an den ehemaligen Schulmöbeln im Deli ist nach Angaben von Mälzer gewollt.
Die Tische im Restaurant sind aus 200 Jahre altem Eichenholz gefertigt. Und der große Tisch mit eingearbeiteten Mosaiken stammt von einem holländischen Designer. Die Bullerei bietet eine moderne deutsche Küche mit mediterranen Einflüssen. In einem Sichtfenster am Eingang zum Restaurant hängen Fleischstücke am Haken, die Mälzer und seine 15 Köche im Laufe eines Abends verarbeiten.





