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Ferienoase in der bayerischen Toskana: Das Columbia Hotel in Bad Griesbach Foto: Hotel

Konzept & Strategie

Business und Wellness unter einem Dach

Tagungs- und Seminargäste finden im Columbia Hotel Bad Griesbach Ausgleich und Entspannung im Spa-Bereich sowie bei zahlreichen Freizeitaktivitäten

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/31 vom 5. August 2006
von  

BAD GRIESBACH Wellness & Beauty, Seminare und Tagungen, gehobene und vielfältige Gastronomie sowie Golf und andere Freizeitaktivitäten: Auf diesen vier Standbeinen steht das Columbia Hotel in Bad Griesbach. Um sich noch besser auf dem Markt zu positionieren, hat das 4-Sterne-Hotel in den vergangenen Monaten kräftig in diese Hotelbereiche investiert. Jüngster Schritt war eine Neuausrichtung des Spa-Bereichs.

Hotellerie ist kleines Segment

im Schoeller-Imperium

Früher wiesen die Sterne den Seeleuten den Weg auf den Weltmeeren. Einer dieser die hell leuchtenden Fixpunkte am dunklen Himmel ist der Atair im Sternbild Adler. Atair, so nannte der Firmengründer der Schoeller Holding, Heinrich Schoeller, sein erstes Containerschiff. Im Schifffahrts- und Reedereiwesen liegen die Hauptgeschäftsfelder der Schoeller-Holding. Dazu zählen unter anderem Shipmanagement und Charter, Schiffsbau, Linienschifffahrt sowie die Rekrutierung von Personal für den Restaurant- und Hotelbereich von Passagierschiffen. Sitz des Unternehmens ist Limassol auf Zypern.

Ein nur kleines Segment im Schoeller-Imperium sind die Columbia Hotels & Resorts. Zur Hotelgruppe gehören drei First-Class- und Luxus-Hotels in Deutschland (Travemünde, Rüsselsheim und Bad Griesbach) und drei auf Zypern. Ein neues 4-Sterne-Hotel will die Gesellschaft am Jade Weser Port in Wilhelmshaven realisieren.

Vor diesem maritimen Hintergrund ist es kein Wunder, dass vieles im Columbia Hotel im bayerischen Bad Griesbach an ein Schiff erinnert. „Decks“ heißen die Etagen des 4-Sterne-Hauses, wobei jedes Deck einem anderen Thema gewidmet ist. „Castello“, „Landhaus”, „Toscana” und „Colonial” heißen die Stilrichtungen der Zimmer, unter denen die Gäste wählen können.

Die 105 geräumigen Zimmer und Suiten unterscheiden sich in Ausstattung und Farbgebung – selbst Details wie Lampen, Bilder und Musik wurden dem jeweiligen Stil angepasst. Ein Konzept, dass „bei den Stammgästen ankommt“, sagt General Manager Christian Dachs-Stoffel. „Manche wollen immer dasselbe Ambiente, manche wollen immer etwas Neues ausprobieren.“ Auf der „Brücke“ des Hotelschiffes befindet sich die 100 Quadratmeter große Tower Suite mit Terrasse. In dem höchst gelegenen Teil des Hotels ist auch der neue Atair Tagungsraum mit Schiffsparkett, Bordküche, Gangway und Reling untergebracht. Blickfang im Raum, in dem 10 bis 15 Personen tagen können, ist ein Modell des ersten Containerschiffes des Schoeller-Unternehmens. Außer diesem Tagungsraum verfügt das Columbia Hotel noch über vier weitere Konferenzräume mit einer Kapazität von insgesamt 120 Plätzen.

Spa-Bereich wird in

Eigenregie geführt

Tagungsgästen werden verschiedene Arrangements angeboten. Diese kombinieren beispielsweise Seminarprogramme mit Wellness-Anwendungen oder Golfsport. Auf dieser Schiene wolle man sich als exklusive MICE-Adresse empfehlen, so Dachs-Stoffel.

Ein Baustein in diesem Konzept ist die Neuausrichtung des Spa-Bereichs. Bis vor einem Jahr war dieser ausgegliedert. Jetzt führt ihn das Columbia Hotel in Eigenregie und hat ihn darüber hinaus so erweitert, dass er „alle Voraussetzungen für einen ganzheitlichen Wellness-Urlaub bietet“, sagt Karin Scaglione, Spa-Managerin im Haus.

Sanftes Licht und entspannende Musik prägen die Atmosphäre der 14 Behandlungsräume. Das umfassende Angebot an Massagen reicht von der klassischen Ganzkörpermassage über Physio-Golfer-Behandlung, LaStone Massage und Klangschalentherapie bis hin zur vierhändigen ayurvedischen Entspannungsmassage. Einen breiten Raum nehmen die exotischen Treatments der Kosmetiklinie St. Barth ein. Düfte, Essenzen und Öle tropischer Pflanzen kommen bei Schönheitsbädern, Körperpackungen und pflegenden Massagen zum Einsatz. Mit Dr. Hauschka-Kosmetik bietet der Spa-Bereich eine weitere Produktlinie, die ausschließlich auf natürlichen Ingredienzen beruht.

Außer physiotherapeutischen Angeboten haben die Gäste in dem 4-Sterne-Superior-Hotel nun auch die Möglichkeit, sich nach Methoden der Naturheilkunde und der traditionellen Chinesischen Medizin behandeln zu lassen. Darüber hinaus bietet das Hotel eine Wellness-Anlage mit einem 36 Grad Celsius warmen Indoor-Thermalbad und einen 24 Grad Celsius warmen Außenpool, Liegewiese und Poolbar. Sauna Dampfgrotte und Erlebnisduschen ergänzen das Angebot.

Region ist bekannt für

Golf und Nordic Walking

Hotelgäste profitieren vom täglichen Sportprogramm, das zum Teil kostenlos geboten wird. Zur Auswahl stehen Aqua-Gym, Tai Chi, Qi Gong, Feldenkrais und Rückenschule. Unter Anleitung eines Sportlehrers erfolgen die ersten Schritte in der Trendsportart Nordic Walking. In und um Bad Griesbach liegt das größte Nordic-Walking-Netz Deutschlands. 15 Strecken stehen – in einer Gesamtlänge von 130 Kilometern – zur Auswahl. Eine erste Adresse ist Bad Griesbach auch für Golfsportler. Sechs 18-Loch- und drei 9-Loch-Anlagen gibt es in der Region, die, so die Spieler, „zu
den besten Europas zählen“. Mit fünf Plätzen kooperiert das Columbia Hotel.

Groß ist auch die kulinarische Vielfalt des 105-Zimmer-Hauses. Vier verschiedene Restaurants und Bars offerieren spezielle Angebote. Hauptrestaurant ist das Galleria mit einer breiten Palette, die vom Vital-Privatfrühstück bis zum Dinner-Arrangement reicht. Über die Grenzen Bad Griesbachs hinaus ist das mexikanische Restaurant El Sotano bekannt. Es bietet nicht nur mexikanisch-spanische Küche, sondern auch 100 verschiedene Cocktails sowie Special-Events wie Salsa-Kurse und Latino-Disco-Nights. Mit Gourmet-Küche verwöhnt das A-la-carte-Restaurant Il Giardino im Wintergarten des Hauses die Gäste. Erst kürzlich übernahm Denis Feix die Rolle des Küchenchefs. Seine Frau Kathrin fungiert als Restaurantleiterin und Sommelière. Letzte gemeinsame Station der beiden war das Dortmunder „La Table“. Ein Hot Spot für Nachtschwärmer ist seit einem Jahr der Seven C‘s Club mit 77 Whiskey-Sorten, 15 Champagner-Marken und klassischen Cocktails.

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