Zulieferer
Carlsberg Deutschland bekennt sich zur Gastronomie
von Helmut Heigert
HAMBURG. Krise, Rauchverbot und harter Winter - diese Faktoren haben den Brauereien in letzter Zeit zu schaffen gemacht. Der Bierabsatz von Carlsberg ist von 6,2 Mio. Hektoliter im Jahr 2008 auf knapp 5,3 Mio. Hektoliter im vergangenen Jahr geschrumpft. Das hat bei einer Pressekonferenz in Hamburg Wolfgang Burgard, Vorsitzender der Geschäftsführung der Carlsberg Deutschland Gruppe, bekannt gegeben.
Pro Kopf ging der Bierabsatz in Deutschland 2009 um 2 Prozent auf 110 Liter im Jahr zurück. Im Durchschnitt sei der Bierabsatz in Deutschland in den vergangenen 30 Jahren jeweils um 1 Prozent jährlich gesunken. Der Absatzrückgang von Carlsberg im Jahr 2009 sei aber auch auf den Verkauf der Feldschlößchen-Brauerei in Braunschweig zurückzuführen.
"Wir stellen die Gastronomie in den Mittelpunkt", sagte Burgard. Dies gelte auch für Krisenzeiten, in denen die Liquidität in vielen Betrieben sehr dünn geworden sei. Der Carlsberg-Chef sicherte den Gastronomen nicht nur Beratung, sondern auch Hilfe zur Selbsthilfe zu.
Das Vertrauen und die gegenseitige Wertschätzung, die zwischen der Brauerei und den Gastronomen teilweise über mehrere Generationen hinweg aufgebaut worden sei, werde in der Krise nicht abrupt abgebrochen. "Wir werden wegen kurzfristiger Effekte unsere langfristigen Ziele nicht aus den Augen verlieren", fügte Burgard hinzu.


