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Urbanes Bangkok: Großhotels am Chao Phraya-River Foto: Müller

Gastgewerbe International

Der künftige Nabel Südostasiens

Nach zahlreichen Verzögerungen soll Bangkoks neuer Großflughafen Suvarnabhumi am 28. September eröffnet werden / Hoffnungsfrohe Hoteliers

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/35 vom 2. September 2006
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BANGKOK „Durch die Eröffnung des neuen Suvarnabhumi-Flughafens werden Thailands Besucherankünfte ab November merklich anschwellen“, prognostiziert Chanin Donavanik, Präsident der Thai Hotels Association. Zugleich bahne sich zwischen Bangkoks Stadtrand im Osten und der Industriestadt Chonburi ein Bauboom bei 2- bis 4-Sterne-Häusern an.

Am 28. September soll der neue Großflughafen Suvarnabhumi am östlichen Stadtrand von Bangkok eröffnet werden – eine Investition von 4Mrd. Dollar. Der bisherige internationale Flughafen Don Muang soll dann geschlossen werden.

Suvarnabhumi dürfte neue Maßstäbe im Luftverkehr setzen: Stündlich sind auf den beiden parallelen Start- und Landebahnen zunächst 76 Flugbewegungen möglich, 360 Abfertigungsschalter auf sieben Etagen, 192 computerisierte Passkontrollen und 22 Gepäckbänder ermöglichen die Abfertigung von 45 Mio. Passagieren jährlich. Im Endausbau wird der 3200 Hektar große Megaflughafen über vier Start- und Landebahnen verfügen und bis 100 Mio. Passagiere sowie 6,4 Mio. Tonnen Luftfracht abfertigen können.

Beflügelt durch den Flughafenneubau und einen allgemeinen Boom der Destination Thailand werden nach Schätzungen von Insidern in den nächsten zwei Jahren rund 20.000 neue Hotelzimmer in etwa 30 4- und 5-Sterne-Hotels eröffnet werden, wovon sich etwa zwei Drittel im Stadtbereiche Bangkok befinden werden. Schließlich ist die Hauptstadt nicht nur touristisch attraktiv, sondern auch ein globaler Player im Kongress- und Messegeschäft. „Die Neulinge werden den Konkurrenzkampf ankurbeln, aber auch für eine Modernisierung der Hotellerie sorgen“, sagt Chanin Donavanik, der damit rechnet, dass Bangkoks durchschnittliche Hotelbelegung bis 2007 anziehen wird. „Es dürften dann zwischen 80 und 85 Prozent sein“, so Donavanik.

Durch die Verlegung des internationalen Flughafens von Don Muang im Norden nach Suvarnabhumi im Osten zeichnet sich auch eine neue Orientierung der Hotellerie ab. „Unser 4-Sterne-Hotel stellt sich auf Geschäftsleute der umliegenden Industriezonen und das Seminargeschäft um“, berichtet Duncan Webb, Vizepräsident Sales & Marketing der Amari Hotels & Resorts. „Manager werden wohl Flugpassagiere als unsere Hauptklientel ablösen.“ Auch die übrigen Hotels um Don Muang werden sich wohl auf Geschäftsleute ausrichten, was auch Tarifkorrekturen nach sich ziehen dürfte. Beim Lufthansa und Swiss Crew Stammhotel Sofitel Central Plaza auf halbem Weg zwischen Don Muang und der Innenstadt hingegen ändert sich nichts, wie Resident Manager Andre Brulhart erläutert. „Suvarnabhumi ist nur etwa 30 Autominuten von uns entfernt, weitere Airline-Crews sind bereits an unserem Hotel interessiert.“ Dennoch: Bangkoks notorische Verkehrstaus werden den Transfer zum neuen Flughafen für die städtische Hotellerie um etwa 20 Minuten verlängern. 50 bis 60 Minuten Fahrtzeit sind dann realistisch. Umso mehr wird voraussichtlich das Novotel Suvarnabhumi Airport Hotel mit seinen 600 Zimmern ein Renner bei Passagieren, Geschäftsleuten und internationalen Konferenzteilnehmern sein.

„Heute ist das Konzept der Flughafenhotels im Umbruch“, behauptet indessen Duncan Webb, „da die Reisenden nach der Fertigstellung der Verkehrsinfrastruktur eher im Stadthotel oder im Ferienhotel wohnen werden.“ Wenn Webb recht hat, dürfte vor allem Pattayas Hotellerie einen immensen Nutzen vom Flughafenneubau haben. Die Strandstadt liegt nur 30 bis 60 Autominuten vom Suvarnabhumi-Airport entfernt.

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