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Deutschland prescht vor

Hamburg, München, Frankfurt und Berlin unter Europas Top-10-Immobilienstandorten

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/12 vom 22. März 2008

FRANKFURT/M. Der deutsche einschließlich Hotelinvestments wird im europäischen Vergleich immer attraktiver. Mit Hamburg, München, Frankfurt und Berlin zählen erstmals seit 2004 vier deutsche Städte zu den zehn aussichtsreichsten Standorten Europas, wie aus der Marktanalyse Emerging Trends in Real Estate Europe 2008 von PricewaterhouseCoopers (PwC) und dem Urban Land Institute (ULI) hervorgeht. Dabei punktet München beim Hotelinvestmentmarkt, während Berlin insgesamt viel Potenzial für Investoren bietet.

London stürzt ab

Verschlechtert haben sich nach Einschätzung der knapp 490 befragten Immobilienexperten die Perspektiven für London, das im Ranking vom zweiten auf den 15. Platz abrutschte. „Der Immobilienmarkt in Großbritannien ist stark von Fremdkapital abhängig und leidet daher besonders unter der US-Immobilienkreditkrise. Deutschland punktet dagegen mit überschaubaren Risiken und einem weiterhin freundlichen Konjunkturklima“, sagt Helmut Trappmann, PwC-Partner.

Insgesamt wird sich der europäische Immobilienmarkt nach Ansicht der Experten beruhigen. Sie erwarten wieder mehr strategische Käufe von Pensionsfonds und anderen institutionellen Investoren statt kreditfinanzierter Spekulationsgeschäfte. Die Ertragsperspektiven der Immobilienbranche haben unter der Kreditkrise aber kaum gelitten. Auf einer Skala von 1 (miserabel) bis 9 (hervorragend) bewerten die Experten die für 2008 erwartete Rendite mit knapp 6,7. Sie ist damit nur 0,1 Punkte niedriger als im vergangenen Jahr.

Wie für den gesamten Markt sehen auch die Prognosen für Hotelinvestments in Deutschland positiv aus. Jones Lang LaSalle Hotels bestätigt, dass aufgrund der Kreditkrise mehr private Investoren auf den Hotelimmobilienmarkt drängen, während Private Equtiy Unternehmen auf dem Rückzug sind (AHGZ vom 8. März).

Langfristig werden nach Ansicht der PwC-Studie europäische Investoren allerdings ihr Kapital verstärkt auf anderen Kontinenten anlegen. Halten die Befragten derzeit mehr als 80 Prozent ihres Immobilienportfolios in Europa, wird dieser Wert bis 2015 voraussichtlich auf gut 74 Prozent sinken. Dagegen sollen auf Immobilien in Asien künftig mehr als 14 Prozent des Portfolios (2008: 9,4 Prozent) entfallen.

Positive Aussichten

Gegenüber der Vorjahres-Umfrage haben sich die Investitionsperspektiven in drei der vier vertretenen deutschen Städte deutlich verbessert. Hamburg liegt auf dem dritten Rang hinter Moskau und Istanbul und verbesserte sich damit um sechs Plätze. München bleibt auf Platz vier. Bemerkenswert sind die Sprüngen von Frankfurt und Berlin. Lagen die Großtädte im vergangenen Jahr noch abgeschlagen auf den Plätzen 27 und 25, kletterte die Bundeshauptstadt Berlin auf den neunten und Frankfurt sogar auf den siebten Rang. red

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