AHGZ-Barometer
Die Erfolgswelle rollt rasant weiter
Die deutsche Kettenhotellerie verzeichnet auch im Januar dieses Jahres wieder gute Ergebnisse mit deutlichen Zuwachsraten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legt der durchschnittliche Zimmererlös um 3,1 Prozent zu. Dies ist vor allem auf gestiegene Preise zurückzuführen
STUTTGART. Die deutsche Kettenhotellerie bleibt auf Wachstumskurs. Nach deutlichen Zuwachsraten im letzten Quartal 2007 setzt sich auch im Januar dieses Jahres die positive Entwicklung weiter fort.
Der RevPar (durchschnittlicher Erlös pro verfügbarem Zimmer) legte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,1 Prozent auf 51,1 Euro zu. Dieses Plus lässt sich vor allem durch eine Erhöhung der durchschnittlichen Zimmerpreise um ganze 3,3 Prozent auf mehr als 96 Euro erklären, wobei die Auslastung im Vergleich zum Vorjahresmonat dieselbe geblieben ist. Kumuliert über die vergangenen zwölf Monate ist sie jedoch im Januar um 11 Punkte auf 53 Prozent gesunken. Dafür sind allerdings die durchschnittlich erzielten Zimmerpreise im Januar um 3,5 Euro höher als im Durchschnitt der vergangenen zwölf Monate.
Mittleres Segment vorn
Die höchste Zimmerpreissteigerung weist das mittlere Hotelsegment im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat auf: plus 7,1 Prozent auf 78,60 Euro. Der Economy-Bereich folgt mit knapp einer Zunahme um 5 Prozent auf rund 71 Euro. Bei den kumulierten Ergebnissen lagen beide Segmente um gute 5 Euro unter den Monatsvergleichszahlen. Diese Abweichung gilt auch für die 5-Sterne-Kategorie. Sie fiel mit 2,50 Euro allerdings geringer aus als im Vorjahr. Während der Zimmerpreis im Monatsvergleich im Januar 2008 bei 117,3 Euro lag, erreichte er kumuliert lediglich 114,80 Euro.
Zimmerpreise steigen
Die beste Zimmerpreisentwicklung verzeichneten im Januar die Kettenhotels in Frankfurt, Köln und München. In den drei Großstädten legte der durchschnittlich erzielte Zimmerpreis auf über 100 Euro zu. Aber auch in anderen Regionen wurden erfreuliche Ergebnisse erzielt. So kletterte der Zimmerpreis der Kettenhotels in insgesamt neun Großstädten auf mehr als 90 Euro. Von diesen haben Düsseldorf, Hamburg und Köln die stärksten Preissteigerungen eingefahren – mit 7,6 Prozent, 7 Prozent und 6,8 Prozent Zuwachs.
Auch beim RevPar liegt Köln vorn. Im ersten Monat des Jahres erreichte der Zimmererlös in der Domstadt im Städtevergleich sein höchstes Niveau, gefolgt von Frankfurt und München. In Köln legte er um satte 9,4 Prozent zu. Anders die Entwicklung in München. Die Kettenhotellerie der bayerischen Hauptstadt hat sowohl bei der Auslastung als auch beim Zimmerpreis Rückgänge hinnehmen müssen. was zu einem Minus beim RevPar führte. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass im Januar dieses Jahres keine Messe Bau (Internationale Fachmesse für Baustoffe, Bausysteme, Bauerneuerung) über die Bühne ging, die im Januar vergangenen Jahres immerhin rund 210.000 Besucher angelockt hatte. Sie findet im zweijährigen Turnus statt.
Insgesamt aber verläuft die Entwicklung in der deutschen Kettenhotellerie weiterhin zur Zufriedenheit der Hoteliers. Und die Investoren verhehlen nicht ihr Interesse daran, sich ein Stücken vom Kuchen abzuschneiden und den deutschen Markt mit seinem Potenzial zu erobern. red
