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Marketing im Internet: Von Web 2.0 bis Google Earth bietet das Medium viele Ansätze / Städte und Hotels müssen Nutzern Mehrwert bieten
Regensburg. Welche Perspektiven bietet das Online-Marketing für den Städtetourismus? Um diese Frage zu beantworten, hat der Deutsche Tourismusverband zwei Experten zu seinem Städte- und Kulturforum nach Regensburg eingeladen, die mit den aktuellen Trends im Internet bestens vertraut sind: Olaf Schlieper leitet das Medienmanagement der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) in Frankfurt, und Markus Schwankl ist bei der Bayern Tourismus Marketing GmbH in München für die Bereiche E-Business und Online-Marketing verantwortlich.
Mit Videoclips und Blogs hat das sogenannte Web 2.0 auch in die Touristik Eingang gefunden. Die zunehmende Verfügbarkeit von Breitbandleitungen sowie die Popularität von Seiten wie Youtube oder Myspace, auf denen jeder kurze Filme ins Netz stellen kann, sollten sich Touristiker, aber auch die Hotellerie zunutze machen, meint Olaf Schlieper: „Clevere Anbieter haben die Chancen mittlerweile erkannt.“ Mit 21 Internetseiten in 13 Sprachen habe sich die DZT „die weltweite Content-Hoheit zum Reiseland Deutschland“ erarbeitet. Die Plattform www.deutschland-tourismus.de werde zudem durch ein aktives Linkkonzept zu den einzelnen Anbieter ergänzt. „Wenn die japanische Presse über die Deutsche Fährstraße berichtet, ist das natürlich eine tolle Werbung, die man auf der eigenen Homepage präsentieren sollte“, nennt er als Beispiel für zielgruppengenaues Marketing im Netz.
Doch nicht nur die Zahl der Internetseiten wächst. Den rasanten Anstieg der Onlinebuchungen aus dem Ausland belegt Schlieper mit zwei Zahlen: Waren es im Jahr 2003 gerade einmal 3,3 Prozent der ausländischen Touristen, die ihre Hotels online reservierten, ist deren Anteil im vergangenen Jahr auf 11,1 Prozent angewachsen – Tendenz weiter steigend.
Für Markus Schwankl sind die „viralen Effekte“, die Podcasts und andere kurze Videoclips hervorrufen können, ein entscheidender Mehrwert im internationalen Tourismusmarketing. Es sei schon beeindruckend, was solche Filme leisten können – vor allem, wenn die Nutzer selbst zu deren weltweiter Verbreitung beitragen, indem sie Links oder komplette Filmchen an Freunde und Bekannte verschicken.
Neben dem Bewegtbild sieht Schwankl in dem Phänomen „GeoWeb“ einen weiteren äußerst effizienten Träger reiserelevanter Informationen. Dessen Einsatz „bringt einen unheimlichen Mehrwert“, weil touristische Fakten und Hintergründe verbunden mit interaktiven Landkarten und Satellitenbildern neue Möglichkeiten und Facetten der Urlaubsplanung bieten.
Eine der bekanntesten Geo-Web-Seiten ist Google Earth. „Google ist eine sehr große Bedrohung für uns“, räumt Schwankl ein, denn der Kunde finde dort alles: Hotels, Bilder, Videos, Bewertungen und Landkarten. „Wenn wir den Nutzern auf unseren Websites keinen Mehrwert bieten, könnten wir mittelfristig unsere Daseinsberechtigung verlieren.“
www.deutschland-tourismus.de