Internorga
Die Krisenstimmung verzieht sich
von Raphaela Kwidzinski
HAMBURG. Die 84. Internorga ist nicht nur voll ausgebucht, sondern auch gut besucht. Die negative Stimmung, die die Wirtschaftskrise auch ins Gastgewerbe gebracht hat, scheint überwunden zu sein. Unternehmer wollen wieder investieren und blicken optimistisch in die Zukunft.
Frische Farben fürs Mobiliar
"Es gibt endlich kein Krisengequatsche mehr", freut sich Thomas Bernd, Objektleiter bei dem Textilausstatter JAB Josef Anstoetz. "Die Leute wollen wieder investieren und ihre Hotels verbessern, dazu trägt sicherlich auch die reduzierte Mehrwertsteuer bei." Das Unternehmen zeigt auf der Internorga eine breite Palette an Teppichen, Möbel- und Dekorationsstoffen und will natürlich auch neue Trends setzen. "Besonders in sind Bordeaux- und Lilatöne", so der Objektleiter. Die frischen Farben waren in der vergangenen Saison schon in Südfrankreich und Italien verbreitet, jetzt sollen sie auch in deutschen Restaurants einziehen.
Als weltgrößte Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien greift die Internorga dieses Jahr auch große Strömungen wie Nachhaltigkeit und Regionalität auf. Umweltschonender Materialeinsatz etwa spielt eine wichtige Rolle. Der Gast möchte etwa wissen, wo die Produkte herkommen, ob sie ökologisch angebaut und fair gehandelt sind. Auch die Verbundenheit mit der Region ist wichtig. Sogar Coca Cola setzt im Marketing auf lokale Zuordnung: In Deutschland hat das Unternehmen 25 Abfüllstandorte.
Gesamte Ausstattung aus einer Hand
Als weiterer Trend hat sich auf der Messe die Komplettausstattung herauskristallisiert. So liefert Tchibo jetzt zum Sommerbeginn etwa ein vollständiges Terrassencafé - mit Stühlen, Tischen und Schirmen, Heizstrahlern bis hin zu Dekorationsmaterialien und natürlich dem Kaffee.


