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Konzepte

Zwanglose Atmosphäre: Bunte Schrift und Retro-Elemente bestimmen den Style. Alle Gäste werden geduzt – vom Einchecken am Rezeptionstresen bis zum Auschecken Foto: Mathias Thurm

Konzepte: Superbude in Hamburg

Diese Bude rockt gewaltig

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/37 vom 11. September 2010
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HAMBURG. Billig boomt. Der Markt der Hostels und 1-Sterne-Herbergen wächst rasant. Doch billig heißt nicht zwangsläufig ärmlich oder bescheiden. Die in Hamburg ist super erfolgreich, weil sie es schafft, aus dem Low-Budget-Haus mit wenig Geld aber mit viel Kreativität und Phantasie ein Kultobjekt zu machen. Eine durchschnittliche Zimmerauslastung von gut 90 Prozent spricht für sich.
 
Immer cool und locker bleiben, heißt die Devise. Das spürt der Gast bereits am Telefon: „Superbude, hallo, hier ist Kim“, meldet sich die Rezeption. „Grundsätzlich wird jeder Gast geduzt“, erläutert Inhaber . Das werde denn auch überwiegend von jüngeren Gästen aufgesucht, jedoch nicht überwiegend von Backpackern, räumt Hollmann ein.

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Morgens im Kitchen Club
 
Vor allem Familien und sogar Businessgäste, die einen Anteil von 40 Prozent ausmachen, seien die Hauptzielgruppen. Für Familien ist das Angebot besonders attraktiv, weil Kinder unter 13 Jahren gratis übernachten und frühstücken können. Je nach Zahl der Familienmitglieder werden dann einfach zusätzliche Betten aufgestellt. Für Erwachsene gilt: Jedes zusätzliche Bett, das über die Doppelzimmerbelegung hinaus geht, kostet 16 Euro extra.
 
Das Besondere besteht in der leicht schrägen Atmosphäre. Was in anderen Hotels absolut tabu wäre, wird hier zum tragenden Stilelement. Das beginnt mit der Lage an einer viel befahrenen Ausfallstraße. „Für die Superbude genau richtig“, findet Hollmann, der eine alte Druckerei für 2,5 Mio. Euro zum Hostel umgebaut hat. Die Sitzbänke in der Lobby sind aus alten Europaletten zusammengezimmert.
 
Die Einrichtung im angrenzenden Kitchen Club, dem Frühstücksraum, verströmt bewusst Baustellencharme. Die langen Tafeln werden von Baugerüstelementen getragen. Als Sitzgelegenheiten dienen original Bierkisten der Hamburger Astra-Brauerei. Diese sind wie die Bänke in der Lobby mit weichen Lederpolstern bezogen. Bis zwölf Uhr mittags können Gäste sich hier für 7 Euro in aller Ruhe an dem reichhaltigen Frühstücksbüffet bedienen. Abends wird der Raum samt Lobby zur Bar.
 

Hoteldirektor: Jörn Hoppe  Foto: Brit Glocke
Wo andere Hotels mit einer Fitness- und Wellnesslandschaft aufwarten, gibt es in der Superbude die „Turnhalle“. Hier können sich Gäste an zwei großen Boxsäcken abreagieren, an einer Wii-Konsole spielen oder das Köpfchen mit einem Skateboard-Memory trainieren. Im hauseigenen Kino werden ab 21 Uhr Filme gezeigt.
 


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