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Discotheken beklagen schlechte Umsätze
Umfrage des Fachverbandes BDT: Erlöse der Tanzbetriebe sind im Juli um 24 Prozent gesunken
BERLIN Die Fußball-Weltmeisterschaft und der heiße Juli haben den Discotheken in Deutschland ein dickes Umsatzminus beschert. Das ist das Ergebnis einer Mitgliederbefragung des Bundesverbandes deutscher Discotheken und Tanzbetriebe (BDT/DEHOGA Bundesverband). „Die Discothekenbranche erlebte die härteste Sommersaison der letzten Jahre“, sagt Henning Franz, Präsident des BDT.
An ein Sommerloch, in dem die Umsätze in vielen Discotheken deutlich nach unten gehen, seien die Unternehmer gewöhnt. „Was aber in diesem Jahr passiert ist, ist für viele Kollegen existenzgefährdend“, berichtet Franz.
In Discotheken von 100 Quadratmetern bis 5000 Quadratmetern Größe sind die Umsätze im Mai 2006 gegenüber dem Vorjahresmonat um etwa 15 Prozent gesunken, so die Umfrage. Im Juni 2006 verzeichneten die Discothekenbetreiber im Vergleich zum Juni 2005 einen Umsatzrückgang von 7 Prozent, im Juli dieses Jahres lag das Minus sogar bei 24 Prozent. Die Gründe für die immensen Umsatzeinbrüche liegen für Franz einerseits in den zahlreichen Open-Air-Veranstaltungen von Partymachern, DJs und Radiosendern, andererseits in Vereins-, Straßen- und Gemeindefesten, die häufig unberechtigterweise genehmigt wurden, trotz Beschwerden und Intervention des Verbandes, „Hinzu kamen die hohen Temperaturen, die die Gäste in die Biergärten statt in die Discotheken trieben“, stellt Franz fest.
Außerdem sorgte die Fußball-WM mit großen Public-Viewing-Veranstaltungen in den Städten für leere Discos. „Umsatzeinbußen bei einigen Kollegen von über 50 Prozent sind also nicht auf falsche Konzepte zurückzuführen“, betont der BDT-Präsident.
