Konzepte
Drei Locations unter einem Dach
Dallmayr: Restaurant, Café und Bar vereint durch ein Konzept / Nominierung für den Leaders-Club-Award
MÜNCHEN. Weniger Plätze, mehr Qualität: Das Münchner Restaurant Dallmayr hat sein Platzangebot von 120 auf 42 Plätze reduziert. Dafür stehen neun Köche unter der Leitung von Diethard Urbansky in der Küche. Die Runderneuerung des Restaurants Dallmayr ist das Kernstück der umfassendsten Modernisierung, die das alteingesessene Münchner Delikatessenhaus seit der Nachkriegszeit erlebt hat. 3 Mio. Euro haben sich die Inhaber die Erneuerung kosten lassen.
Urbansky zelebriert die klassische Küche mit mediterranen Elementen. Im hochmodernen, geräumigen Küchentrakt segnet er ebenso freundlich wie detailverliebt jede Portion persönlich ab, ehe sie vom Service unter Leitung von Christian Pachl in perfekt abgestimmter Zeitabfolge zum Gast kommt. Schon für 2007 spekuliert der Gastronom auf einen Michelin-Stern. Wichtig ist ihm der Einsatz regionaler Produkte wie Poltinger Lamm oder bayerische Edelkrebse.
„Um Erwähnung zu finden, muss man auch abends aufhaben“, weiß Florian Hettler, Leiter Gastronomie/Catering. Deshalb wurden die Öffnungszeiten verlängert. Hettler ist der heimliche Vater des ausgereiften Konzepts. Personell bewältigt wird dieser Schritt wie in München üblich durch geteilten Dienst. Die Arbeitszeiten einer Crew spalten sich in Früh- und Spätdienst auf.
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Die Ausstattung des neuen Restaurants ist hochwertig: Schweres Mailänder Tafelsilber und filigranes Nymphenburger Porzellan zieren die Tische, handgefertigte Stoffbespannungen mit Rosshaar aus der Mongolei die Wände. Die gelungene Frischzellenkur verdankt das ehemals eher betuliche Restaurant den Innenarchitekten Marc-Ludolf von Schmarsow und Albert Weinzierl.
Die Marke bürgt für Qualität
Ebenso unter das erfolgreiche Dallmayr-Markendach geschlüpft ist das neu eingeführte Café Dallmayr. Es wurde ganz im klassischen Kaffeehausstil konzipiert und führt auch die edlen Ausstattungselemente des Ladengeschäfts wie dunkle Holzvertäfelungen und Marmorverkleidungen fort.
Neben Dallmayr-Kaffee und feiner Pâtisserie stehen hier auch edle, leichte Mittagsgerichte auf der Karte. Verbindungselement zum Restaurant ist das „Kabinett“, ein vornehmer Veranstaltungsraum, der mit seiner neutralen Einrichtung zu Café und Restaurant gleichermaßen passt.
Mit den beiden getrennten Lokalen will die Wirtsfamilie Randlkofer verschiedene Gästekreise ansprechen. Im Restaurant schlemmen tagsüber vorwiegend Geschäftsleute, abends Gäste der umliegenden Hotels. Das Café will weitere Zielgruppen für die Dallmayr-Gastronomie begeistern. Außerdem, so erklärt Hettler, erspare die Einrichtung eines Cafés den Restaurantgästen die Konfrontation mit allzu lässig gekleideten Kaffeetrinkern.
Im gleichen Zug schärft Dallmayr auch das Profil seines dritten Gastro-Elements: Das Angebot der im Ladengeschäft angesiedelten Lukullus-Bar ist nun noch deutlicher auf hochwertige reine Grundprodukte wie Hummer, Austern und Kaviar ausgerichtet. Geadelt wird das durchdachte Dreierkonzept jetzt durch die Nominierung zum Leaders Club Award 2006. Die Bewerbung um diesen Titel gehört zu den Marketingmaßnahmen für das neue Gastrokonzept, ebenso wie sorgfältige Pressearbeit.
Weiteres Ziel des fein gesponnenen Gastrokonzepts ist die Aufwertung des bislang nur im Münchner Raum agierenden Partyservice des ehemaligen Hoflieferanten Dallmayr: Mit der Rückendeckung des schon jetzt gut gehenden Restaurants tritt der Catering-Service ab sofort deutschlandweit in Aktion. Barbara Euler


