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Platz für Unparteiische: Das Kempinski Hotel Gravenbruch Foto: Hotel

Aus der Branche

Ein Flügel für die Männer in Schwarz

Kempinski Gravenbruch ist Hauptquartier der WM-Schiedsrichter / Für die Gäste wurden sogar eigene Laufparcours abgesteckt

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/16 vom 22. April 2006
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NEU-ISENBURG Gediegen logieren die Schiedsrichter der Fußball-Weltmeisterschaft. Der gesamte Parkflügel im Gravenbruch Kempinski bei Frankfurt ist für die Männer mit den Pfeifen vorgesehen. Für das Luxushotel vor den Toren Frankfurts eine feste Bank: Die Schiris kommen auf immerhin 47 Aufenthaltstage. Denn im Gegensatz zu den Fußball-Teams können sie nicht vorzeitig ausscheiden und bleiben somit unter Garantie bis zum Ende des Wettbewerbs.

Umfangreich war die Anforderungsliste der Fifa an das Schiri-Hauptquartier: 80 Fahrräder, 30 Laufbänder, drei Tischfußballautomaten und ein Darts-Spiel waren zu beschaffen. Eigens für die Schiedsrichter wurden zudem in Kooperation mit dem Isenburger Forstamt neue Laufparcours im Stadtwald abgesteckt.

„An den spielfreien Tagen müssen attraktive Rahmenprogramme her“, weiß Marketingdirektorin Karina Ansos, die sich mit ihrem Team entsprechend vorbereitet hat. Die Angebote reichen vom Lufthansa Flight Training Center über Ausflugsfahrten auf Rhein und Main, den Besuch einer Apfelweinkelterei bis hin zu Tennisturnieren auf den hauseigenen Plätzen.

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Abwechslung ist auch im F&B-Bereich gefragt: Barbecue am Pool, Hawaii- Buffet unter freiem Himmel, Hessische Gaumenfreuden im Schoppenhof und ein Picknick im Park sind bereits fest eingeplant. Sicher ist aber auch, dass sich die Kempinski-Küche auf die Heimat der Schiedsrichter einstellen muss. Bei exotischen Herkunftsländern mitunter kein einfaches Unterfangen.

Die ersten Generalproben hat das Kempinski Hotel Gravenbruch schon hinter sich. Beim Schiedsrichter-Workshop im März fanden die entscheidenden Eignungs- und Fitnesstests für die Schiedsrichter statt. Derzeit befinden sich die Assistenz- Schiedsrichter auf dem Prüfstand. Erst dann wird endgültig entschieden, wer zur WM pfeifen darf.

Ein wichtiger Aspekt ist natürlich die Sicherheit im Hotel und in der Umgebung. „Das hat auch beim Confederations-Cup sehr gut und äußerst diskret geklappt, von den Sicherheitsbeamten hat man nichts bemerkt“, erinnert sich Karina Ansos, die die Männer in Schwarz als Gäste besonders schätzt. „Da wir bereits seit vier Jahren mit den Schiedsrichtern arbeiten, kennen wir natürlich die individuellen Vorlieben, Essgewohnheiten und Wünsche“, berichtet Ansos. „Wir freuen uns jedes Mal, wenn die Schiedsrichter wieder anreisen. Es macht einfach Spaß, weil man sich seit Jahren kennt und gegenseitig schätzen gelernt hat.“

Rechtzeitig vor Ankunft der WM-Schiedsrichter konnte im Kempinski Hotel Gravenbruch eine größere Renovierung abgeschlossen worden. Die Flure im Parkflügel sind jetzt mit grüner Textil-Wandbespannung verschönert, die eigens in Spanien angefertigt wurde. „Der in Ägypten gewebte Axminster-Teppich aus Schurwolle lässt die Gäste förmlich in ihre Zimmer schweben“, schwärmt Marketingdirektorin Karina Ansos. Die Zimmer sind im gemäßigten Landhausstil neu gestaltet. Den Boden schmücken Kurzdielen aus bayrischer Räuchereiche, die Möbel sind aus Eiche natur. Ebenfalls neu gestaltet sind die Naßbereiche: Alle Bäder sind jetzt mit Naturstein aus Spanien und Italien verkleidet.

Ebenfalls rundum erneuert wurde das leicht in die Jahre gekommene Restaurant Forsthaus. „Die Schiris können kommen“, frohlockt Marketingdirektorin Karina Ansos.

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