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Rauchverbot

Branchenbarometer

Einbußen an Hotelbars

QGD befragt 25 Häuser zum Nichtraucherschutzgesetz

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/17 vom 26. April 2008

MAINZ. Das Rauchverbot beschert den Hotelbars kräftige Umsatzeinbußen, teilweise bis zu 50 Prozent. Insgesamt aber akzeptiert der Großteil der Gäste das inzwischen in allen Bundesländern in Kraft getretene Nichtraucherschutzgesetz. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter bundesweit 25 Hotels, die von QGD Hotelmanagement betrieben werden.

Das Rauchverbot kommt in Bereichen wie der Hotellobby und den Restaurants sehr gut an, so QGD. Auch beim Frühstück empfinden die meisten Gäste die rauchfreien Räumlichkeiten als sehr angenehm. Lediglich an den Bars machen Raucher und Gelegenheitsraucher ihrem Ärger ab und an Luft, was die Hoteliers zum Teil deutlich zu spüren bekommen. Das Best Western Queens Hotel in Baden-Baden richtet deshalb eine Smokers Lounge ein, so Direktorin Nora Schakaki, die sich zahlreiche Unmutsäußerungen der Gäste anhören musste.

Ähnliche Erfahrungen machen die Hoteldirektoren in den anderen 24 Häusern, die QGD managt. Grundsätzlich seien die Gäste zufrieden und akzeptierten das Verbot, aber an der Bar sowie in gemütlichen Bier- und Weinstuben gäbe es häufiger Diskussionen mit Gästen, die dann entweder ganz wegblieben oder weniger konsumierten. Peter Schulze, General Manager des Holiday Inn Hotels am Flughafen in Hannover: „Die Umsatzentwicklung an der Bar ist negativ, da Sportevents nicht mehr gemeinsam auf Großleinwand angeschaut werden. Manche Gäste aber auch auf ihrem Nichtraucherzimmer und werfen die Kippen aus dem Fenster, da ja keine Aschenbecher vorhanden sind.“

Schulzes Kollege vom Best Western Queens Hotel in Karlsruhe, Lars Waggershauser, hat bereits erste Konsequenzen gezogen: „Nachdem unsere Umsätze um mehr als 25 Prozent einbrachen, haben wir Mitte Dezember die Bar wieder zur Raucherzone erklärt.“ Jennifer Wilhelm, Bankettdirektorin im Holiday Inn in Mönchengladbach, meint: „Grundsätzlich ist anzumerken, dass es keine Probleme gibt, solange es einen Raucherbereich im Hotel gibt. Nimmt man den Hotels den Raucherbereich, dann gibt es unweigerlich Umsatzrückgänge.“ red

www.qgd-hotels.com

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