Hotellerie
Energie sparen im Hotel
NORDEN. Umweltschutz im Hotel bringt dem Hotelier nicht nur ein gutes Gewissen, sondern auch erhebliche Einsparpotenziale. Das bestätigt Jürgen Heckrodt, Inhaber des Hotel Ostfriesland in Norden. Seit fünf Jahren gestaltet der 54-Jährige daher sein Privathotel um, hin zu einem nachhaltigen Betrieb.
Stromfresser Minibar
Heckrodt hat bereits eine Solaranlage auf dem Dach des Hotels installiert, um Warmwasser aufzubereiten und die Heizung zu unterstützen. Auf Minibars in den Zimmern verzichtet er bewusst, verschlingt sie doch bloß unnötig viel Strom. Stattdessen wartet ein zentraler Kühlschrank im Aufenthaltsraum mit kalten Getränken auf die Gäste. Darüber hinaus setzt Heckrodt eine Zeitschaltuhr bei der Wasserzirkulation, Energiesparlampen und ökologische Reinigungsmittel ein.
Anfang 2010 ist der Hotelier zudem auf Ökostrom umgestiegen ist. Sein neuer Lieferant Grün Haus Energie ist günstiger als der alte Anbieter. „Ich sehe es als Hotelier als meine Verpflichtung, mich für die Umwelt einzusetzen. Zudem ist unser Engagement eine gute Möglichkeit, uns von anderen Hotels abzugrenzen und konkurrenzfähig aufzustellen“, erläutert der Heckrodt.
Energiekosten halbiert
Durch seine Umbau- und Einsparmaßnahmen hat der Hotelier es geschafft, in den letzten vier Jahren die Energiekosten für den 16-Zimmer-Betrieb zu halbieren – und das bei höherer Gästezahl. Sein Fazit: „In einem Hotel- oder Gastronomiebetrieb gibt es unendlich viele Kleinigkeiten, mit denen man sich nachhaltig engagieren kann.“
So setzt Heckrodt auch im Straßenverkehr konsequent auf Nachhaltigkeit: Seinen Gästen bietet er für die Zeit ihres Aufenthalts Fahrräder an. Für längere Strecken empfiehlt der Hotelier den örtlichen Urlauberbus. „Ich will die Leute motivieren, das Auto im Urlaub stehen zu lassen.“ red


