Tourismus
Finanzkrise durchkreuzt Urlaubspläne
HAMBURG. Die Finanzkrise durchkreuzt Urlaubspläne, meldet die Nachrichtenagentur tdt. 32 Prozent der Deutschen „wollen erst mal abwarten, wie sich alles weiter entwickelt“. Und 14 Prozent – so zeige eine Umfrage des Online-Reisebüros Opodo unter 750 Kunden – wollen ihren nächsten Urlaub deshalb ganz ausfallen lassen.
Auch werde der Euro in vielen Haushalten zwei Mal umgedreht: Jeder zweite Befragte sei nicht bereit, für die schönsten Wochen des Jahres mehr auszugeben. Dabei sollen die Reisepreise im Sommer 2009 wie selten
zuvor von einer Saison zur anderen steigen. Alltours und Rewes Pauschalreiseveranstalter ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg drehen beispielsweise bis zu sechs Prozent an der Preisschraube, Neckermann Reisen bis zu vier Prozent und Thomas Cook Reisen sogar bis zu sieben Prozent.
Diese Entwicklung laufe der Empfehlung der größten Wirtschaftsorganisation der Branche entgegen. Reiseveranstalter müssten jetzt „situationsbedingte Angebote entwickeln“, so der Ratschlag von Klaus Laepple, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV).
Dunkle Wolken sieht auch Professor Karl Born von der Hochschule Harz am Horizont der Ferienindustrie heraufziehen. 2009 werde „keine Jubeljahr für die Veranstalter“, befürchtet der ehemalige TUI-Vorstand. Die Kundschaft werde in den Urlaubsorten und bei Städtereisen sparen.

