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Das Himmelbett im Frankfurter Hof soll nicht nur Flitterwöchner ansprechen: Mustermix und kräftige Farben dominieren in den Zimmern und Suiten Foto: Goerlich

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Frankfurter Hof feierte Ende der Renovierung mit Feuerwerk

Das Hotel hat zehn Millionen Euro in neue Suiten, Restaurant und Terrasse investiert / 350 Gäste beim „Grand Opening“

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/23 vom 10. Juni 2006
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FRANKFURT Mit einem „Grand Opening“ und 350 Gästen wurde im Frankfurter Hof der Abschluss einer 10 Mio. Euro teuren Renovierung gefeiert. Damit festigt das Steigenberger Flaggschiff seine traditionelle Rolle als erstes Haus am (Kaiser-)Platz in der Mainmetropole.

Als Programm-Highlight lenkte ein Fassadenkletterer die Blicke auf den strahlend hellen Sandstein des Mittelbaus, dessen Restaurierung allein zwei Mio. Euro verschlungen hatte. Damit nicht genug, brannte auf der Empore der Terrasse, direkt vor der Skyline Frankfurts, ein zehnminütiges Feuerwerk ab.

Zu feiern gab es einiges. Denn vor Beginn der WM jagten sich im Frankfurter Hof die Neuigkeiten. Als erstes war das neue Français fertig geworden. Im „französischen Château-Stil“ nachempfundenen Ambiente haben die aromatisch-leichten Kreationen von Chefkoch Patrick Bittner nun den ihnen gebührenden Rahmen. Ob im dunkelrot gehaltenen Kaminzimmer oder im lichten Wintergarten mit Trompe-l'oeil-Malerei an den Wänden und fast raumhohen Fenstertüren zur Ehrenhof-Terrasse. Dort können, umrahmt von einer Buchsbaumhecke, 24 Gäste unter einer schiefergrau-weiß gestreiften Markise tafeln.

Im Kaminzimmer dominiert die Farbe Rot: Bei der Wandbespannung in einem traditionellen französischen Muster aus dem 19. Jahrhundert, auf den Polstern der handgefertigten Louis-Seize-Stühle und den Lampenschirmen. Das Parkett besteht aus 100 Jahre alter Eiche und ziert beide Räume. Eine Trennwand aus handgearbeitetem Glas gibt den Blick frei in den 4,50 Meter hohen Wintergarten. Dort sind die Farben kühles Grau-Weiß. Allein die Wandnischen erinnern ans alte Français. Neu ist der Zugang von der Hotelhalle aus. Der alte Eingang zur Aperitiflounge ist nun dem Service vorbehalten.

Damit nicht genug. Im Mittelbau des Hotels stehen jetzt 23 neue Apartments zur Verfügung. Auch sie sind im französischen Stil mit farbigen Stoffen und kräftigem Mustermix bei Gardinen und Bezügen zu roten, grünen oder beigen Tapeten gestaltet. Im fünften Stock entstand eine Skyline-Suite mit Elektrokamin und Dampfbad im Badezimmer. Sie macht ihrem Namen mit der Aussicht auf die Bankentürme des Finanzviertels Ehre. Auf der zweiten Etage können die Gäste vor ihren Zimmern künftig die Terrassen nutzen. Das war bisher aus statischen Gründen nicht möglich. „Wir können die Terrassen und die Balustrade jetzt auch für Empfänge und kleine Diners nutzen“, meint Generaldirektor Gerhard Mitrovits.

Auf den letzten Drücker wurde auch die neu gestaltete Ehrenhofterrasse fertig, die nun in drei Bereiche gegliedert ist. Vorne gilt die Karte des Bistro Oscar's, auf der linken Seite, leicht erhöht, ist der Lobby-Service zuständig, während die rechte Stirnseite den Gästen des Restaurant Francais vorbehalten bleibt.

Am späten Abend, als die Eröffnungsparty richtig in Schwung war, kamen als Vorhut die ersten saudischen Prinzen an, die sich zur WM mit ihrem Gefolge im Frankfurter Hof eingemietet haben. Für sie steht rund um die Uhr eine 22 Wagen große Autoflotte bereit. Herrscht Not am Auto, kann das Traditionshotel in seinem 130. Jubiläumsjahr sogar einen Rolls Royce Phantom als Hotelwagen vorweisen. Die Limousine im Wert von 350.000 Euro wurde von der Münchner Niederlasssung der englischen Marke bereit gestellt. In ihre können sich Steigenberger-Gäste künftig im wohl einzigen deutschen „Hotel Rolls“ chauffieren lassen.

Die Fertigstellung der Suiten erfolgte rechtzeitig vor Ankunft der Delegation saudischer Prinzen anlässlich der WM. Sie werden einen Großteil dazu beitragen, dass der Durchschnitts-Zimmerpreis im Frankfurter Hof in diesem Monat gut 300 Euro betragen wird, hofft Hotelchef Gerhard Mitrovits.

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