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Märkte & Unternehmen

Frankreich auf Platz eins

Grande Nation hat die meisten Touristen / China holt auf

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/27 vom 5. Juli 2008

PARIS. Frankreich bleibt das erste Reiseziel für Touristen aus aller Welt. Im vergangenen Jahr kamen 82 Mio. Gäste und damit 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings hinkt der Zuwachs hinter dem internationalen Durchschnitt her, der 2007 bei 4 Prozent lag. Bei einer Fortsetzung dieser Entwicklung würde Frankreich als Zielland spätestens 2020 von China überrundet. Nach Frankreich folgen Spanien (rund 59 Mio.), USA (56 Mio.), China (rund 55 Mio.), Italien (44 Mio.), Großbritannien (30 Mio.), Mexiko (22 Mio.) und Österreich (21 Mio.). Das ist das Ergebnis einer Studie des Strategie-Büros BCG, die auf den Pariser Tourismustagen vorgestellt wurde.

Demnach erwirtschaftet der Tourismus in Frankreich 6,3 Prozent des Bruttosozialprodukts, während es im internationalen Vergleich 3,3 Prozent sind. Allerdings ist Frankreich bei den Summen, die Touristen pro Tag ausgeben, bereits 2002 hinter Spanien zurückgefallen. Mit den Einnahmen aus dem Fremdenverkehr – 2007 waren es 39 Mrd. Euro – liegt Frankreich sogar nur auf dem dritten Platz. Damit beträgt sein Weltmarktanteil 9,1 Prozent, während es 1990 noch 11,9 Prozent waren. Direkt hängen in Frankreich 800.000 Arbeitsplätze vom Tourismus ab und indirekt noch einmal 1 Mio.

Wie Umfragen unter Touristen ergaben, sind 20 Prozent von ihnen mit der Art und Weise des Aufenthalts zufrieden und 21 Prozent mit dem Preis-/Leistungs-Verhältnis. Damit schneidet Frankreich schlechter ab als seine unmittelbaren Konkurrenten Italien und Spanien. Dort liegt die Rate zwischen 30 und 33 Prozent. Beim Essen ist das Verhältnis differenzierter: Damit sind 40 Prozent der Touristen in Frankreich zufrieden, nur 30 Prozent in Spanien, aber 51 Prozent in Italien.

Tourismusstaatssekretär Hervé Novelli kündigte eine Überarbeitung der Hotel-Einstufung an. Sie wird nach landesweit einheitlichen Kriterien erfolgen und mit einem Stern beginnen. Andererseits wird die bis vier Sterne reichende Skala nach oben aufgestockt. Für die Handvoll Luxushotels, die sich bisher in Frankreich mit dem Label „Palace“ schmücken, wird es künftig die 5-Sterne-Kategorie geben. rks

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