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Fremdenhass: Stornierungen drohen
Nach Überfall in Potsdam hoffen Betriebe, dass die Gäste trotzdem kommen / Ärztekongress vor Absage
POTSDAM Nach dem fremdenfeindlichen Überfall auf einen 37 Jahre alten Deutschen äthiopischer Herkunft in Potsdam hat der Ruf der brandenburgischen Landeshauptstadt bereits gelitten. Einen für den Herbst geplanten Ärztekongress erwägen die Veranstalter abzusagen. Zu konkreten Stornierungen ist es nach einer Umfrage bei Hoteliers bisher noch nicht gekommen. Doch nach Angaben der Tourismuseinrichtungen gehen inzwischen Anfragen nach der Urlaubssicherheit ein.
Die Reaktionen belegten, dass der Angriff auf das Leben des Ingenieurs zu Verunsicherungen führe, so Dieter Hütte, Geschäftsführer der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH (TMB). Deren Wirkung auf den Tourismus sei nicht absehbar. Vor der Fußball-WM gelte es nun umso mehr zu beweisen, dass Gäste aus aller Welt in Brandenburg willkommen seien.
„Wir Gastronomen stehen für ein gastfreundliches Potsdam“, betont Mario Kade, Inhaber des Restaurants am Pfingstberg und Kreisvorsitzender Potsdam des Hoga Brandenburg. Er hoffe, dass die „abscheuliche Tat“ nicht dazu führe, dass die Gäste fern blieben. Jörn Rhode, Betreiber der Studentenkneipe Hafthorn in der Potsdamer City, wünscht, dass die Täter schnell gefasst werden. Einer seiner Mitarbeiter sei aus Jamaika, wegen der Hautfarbe habe es bisher keine Probleme gegeben.