Konzepte
Für Genießer und Nachtschwärmer
Mit dem „Palais“ eröffnet Kenan Tayhus sein sechstes Objekt / Restaurant, Bar, Café und Club sind in einem stimmigen Gastronomie-Konzept vereint
KOBLENZ. Gelungener Einstand: Vor 13 Jahren kam Kenan Tayhus aus Avignon nach Koblenz, um als Kellner in der Rhein-Mosel Congress Halle seine Brötchen zu verdienen. Heute gilt er als erfolgreichster Gastronom der Stadt. Sechs Restaurants hat Tayhus bisher eröffnet. „Es war auch Glück dabei, dass mir zur rechten Zeit die richtigen Objekte angeboten wurden“, erzählt der Gastronom. Im vergangenen November übernahm er das wohl schönste Gastronomieobjekt von Koblenz: „Palais“ heißt die Szene- und Feinschmecker-Residenz im Altstadtkern von Koblenz.
Mit dem „Palais“ als elegante Destination für gute Küche, erlesene Getränke und edle Partys will der 33-Jährige eine neue Ära in der Koblenzer Gastro-Szene einläuten. Er setzt hierbei vor allem auf ein komplett neues Konzept. Das ehemalige „Grand-Café“ wurde einem Facelifting unterzogen und bietet auf drei Etagen den Rahmen für eine perfekte Gastro-Inszenierung: Gemütlichkeit in Jugendstil-Atmosphäre. 420 Genießer finden auf bequemen Bänken und Ledersesseln auf zwei Etagen Platz. 200 Sitzplätze gibt es im Basement und nochmals die gleiche Zahl im Sommer auf der Terrasse. „Man muss das Geschäft heute an heißen Tagen nach draußen verlagern können, sonst ist tote Hose im Lokal.“
Ein Objekt für die Spitze
Am Görresplatz hat es schon immer eine hochwertige Restaurantkultur gegeben mit zirka 40 Kneipen, „nur die echte Spitze hat gefehlt. Wir ergänzen uns mit dem Einstein und Da Vinci jedenfalls prächtig“, freut sich Tayhus. Für das gemischte Publikum stellt seit 1. Januar 2007 Jean-Luc Mundel, F&B-Manager für alle Tayhus-Häuser und früherer Leiter des gastronomischen Bildungszentrums der IHK, eine Speisekarte zusammen. Darauf sollen regionale und internationale Gerichte stehen. Küchendirektor wird Olaf Diekamp, ehemaliger Assistent des Elsässers Mundel im GBZ.
Das Erdgeschoss als klassisches Café und Restaurant erhielt, vis-à-vis der großen Haupttheke, eine avantgardistisch gestaltete Cocktail-Bar. Als „Koblenz’ Sprungbrett in die Nacht“, bezeichnet Ercan Cicek „sein Reich“. Der amtierende Deutsche Cocktailmeister, Mitglied der Deutschen Cocktail Union, steuert hier umsichtig und versiert das Geschehen hinter fünf Bartresen. „Zirka 80 Cocktails habe ich hier im Angebot – klassische wie auch Eigenkreationen – dazu kommt eine stattliche Anzahl an Cognacs, Whiskys und anderen Spirituosen“, berichtet stolz der Barmeister.
Weiterer Höhepunkt des Konzeptes ist der Club im Basement. „Hier wird es für bis zu 400 Gäste jeden Abend hoch hergehen“, weiß Kenan Tayhus. Bekannte DJs legen hier auf, begleitet von spektakulären Licht-Shows. In die Belle Etage des Palais führt eine Treppe im Gründerzeitstil. Hier erwartet den Gast eine gut bestückte Bar und Zigarrenlounge mit ihren roten Ledersesseln.
„Mit dem Konzept wollen wir verschiedene Gästekreise ansprechen. Im Restaurant legen wir morgens eine hochwertige Frühstückskarte auf, mittags verwöhnen Jean-Luc Mundel und Olaf Diekamp die Gäste mit internationaler und regionaler Küche und nachmittags decken wir für Kaffeekunden ein“, sagt Tayhus. Eine wichtige Zielgruppe sind für ihn die Abendgäste und Nachtschwärmer. Sie will er in der Bar und im Club mit großer Barkultur begeistern. Heinz Feller
