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Zulieferer

Geldbußen gegen Kaffeeröster

9. Juni 2010
von  Brit Glocke

BONN. Wegen Preisabsprachen gegenüber Großkunden aus der Gastronomie und Hotellerie hat das Bundeskartellamt gegen acht namhafte Kaffeeröster und den Deutschen Kaffeeverband (DKV) Geldbußen in Höhe von 30 Mio. Euro verhängt.

Bei den betroffenen Unternehmen handelt es sich um Tchibo, Melitta, J.J. Darboven, Lavazza, Segafredo, Kraft Foods, Seeberger und Westhoff. Zehn verantwortliche Mitarbeiter wurden ebenfalls mit Geldbußen belegte


Preisabsprachen seit 1997

Keine Geldbuße verhängt wurde gegen den Kaffeeröster Dallmayer, weil dieser die Behörde nach deren Angaben über die Preisabsprachen informiert hatte. Melitta und Darboven wurde für ihre Kooperation bei der Aufklärung der Vorwürfe im Laufe des Verfahrens eine Reduktion ihrer Geldbußen gewährt.

Nach Angaben des Bundeskartellamtes existierte seit mindestens 1997 bis Mitte 2008 ein Arbeitskreis beim DKV - bestehend aus den Geschäftsführern und Vertriebsleitern der Kaffeeröster -, in dem Preiserhöhungen und Preissenkungen für Röstkaffee zur Belieferung von Gastronomie, Hotels und anderen Großverbrauchern abgesprochen wurden.

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