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Lichtdurchflutet: Das Tucan's vereint modernes Ambiente und südamerikanische Gastlichkeit Fotos: Restaurant

Konzepte: Tucan's in Düsseldorf

Grillkompetenz mit Dreh

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/4 vom 23. Januar 2010
von Regina Goldlücke

DÜSSELDORF. Mitten in der Gastro-Meile des Medienhafens hat sich mit dem Rodizio-Restaurant Tucan's ein exotischer Vogel niedergelassen. Das im August 2008 gestartete Konzept greift einen Brauch auf, der ursprünglich aus Brasilien kommt: Rodizio heißt „das sich Drehende“ und steht für einen Fleischspieß. Er entstand in der Zeit, in der Rindertrecks in Südbrasilien über das Land getrieben wurden. Die brasilianischen Gauchos grillten während eines solchen Trecks das Fleisch über dem Lagerfeuer.

Wie am Lagerfeuer

Diese alte brasilianische Tradition hat Tucan's aufgegriffen: Verschiedene Fleischspezialitäten werden am Spieß auf offener Flamme gegrillt, vor den Augen der Gäste am Tisch aufgeschnitten und in knusprig-dünnen Scheiben auf den Teller gelegt. Auch das üppige Buffet, Herzstück des weitläufigen, 200 Sitzplätze umfassenden Lokals, folgt dem brasilianischen Vorbild und bietet ein Mini-Schlaraffenland aus Tapas, Salaten und Meeresfrüchten. Wer das Tucan's am Abend besucht, nimmt sofort die würzig-appetitlichen Aromen wahr, die durch den Raum wehen und an ein Lagerfeuer erinnern. „Wir haben auch Steaks und Fisch auf der Karte, aber die meisten Gäste, bestimmt

95 Prozent, wählen das Rodizio“, bestätigt Betriebsleiterin Nevenka Roth.

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„Aus diesem Grund kommen sie gezielt zu uns – oftmals in Gruppen.“

Beim Menü Rodizio Clássico kann der Gast aus einem Dutzend Fleischsorten wählen – dazu zählen Rind, Pute, Lamm, Chorizo, Kasseler, Hähnchen oder Schweinenacken. Zum Preis von 24,90 Euro werden dazu Rosmarinkartoffeln und Reis in kleinen Schälchen und nach Wunsch warme Beilagen wie Bohnen, rote Zwiebeln mit Möhren, gebratene Champignons Paprika oder Tortilla gereicht. „Fleisch allein wie in Brasilien und zunächst auch hier vorgesehen, kommt in Deutschland nicht so gut an“, sagt Nevenka Roth. „Das haben wir schnell gemerkt und entsprechend geändert.“

Hinter dem Tucan's steckt ein neues Projekt der Steakhauskette Maredo. Drei Komponenten treffen hier zusammen: eine lange gastronomische Erfahrung, modernes Ambiente und südamerikanische Gastlichkeit. Das Pilotprojekt siedelte Maredo am Unternehmenssitz in Düsseldorf an, nicht zuletzt wegen des attraktiven Standorts im Hafen. Uwe Büscher, Geschäftsführender Gesellschafter der Maredo Restaurants Holding GmbH, über die Konzeption: „Die Herausforderung für uns lag darin, eine urbane Atmosphäre mit südamerikanischer Tradition zu verbinden.“ Das scheint gelungen. Bei dem Aufwand, der vom auffallend zuvorkommenden Personal und der Einrichtung her betrieben wurde, würde es wenig Sinn machen, wenn das Düsseldorfer Lokal nicht bald Verstärkung bekäme. Noch sei die Entwicklungsphase nicht abgeschlossen, heißt es bei Maredo. Gleichwohl sucht das Gastro-Unternehmen nach weiteren geeigneten Standorten, habe aber noch keine Entscheidung getroffen, meldet die Maredo-Unternehmensleitung. Allerdings handele es sich um ein reines Metropolen-Konzept.

Buffet als Herzstück

Das Tucan's konnte sich nach dem ersten halben Jahr recht gut im Hafen etablieren. „Die Adventszeit hat durch die Weihnachtsfeiern viel gebracht“, sagt Nevenka Roth. „Viele waren zum ersten Mal in unserem Lokal. Schon jetzt ist spürbar, dass sie privat wiederkommen. Eine schöne Bestätigung unserer harten Arbeit über zwei Monate. Allerdings müsste der Name noch etwas bekannter werden“, räumt sie ein.

Zur Mittagszeit bietet das Tucan's ein anderes Bild als am Abend. Ab 11.30 Uhr ist das Restaurant auf eilige Gäste eingerichtet. Die meisten Besucher aus den umliegenden Büros bedienen sich sofort am Buffet und schätzen es, keine Wartezeit in Kauf nehmen zu müssen. Auch preislich kommen sie gut weg, etwa mit dem Mittagsangebot für 6,50 Euro. Tagesgericht oder Salatbüffet mit Suppe kosten je 6,50 Euro, das kleine Rodizio mit sechs Fleischvariationen wird für 15,50 Euro serviert. Regina Goldlücke

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