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Touristenziel im Persischen Golf: The Palm Jumeirah Foto: DTCM Germany

Konzerne & Kooperationen

Großes Stelldichein der Hotellerie am Persischen Golf

Tui Hotels & Resorts gehen mit Robinson Club und Iberotel auf The Palm Jumeirah in Dubai / Baubeginn noch in diesem Jahr

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/18 vom 6. Mai 2006
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DUBAI Immer mehr internationale Hotelketten schaffen sich ein Standbein in Dubai. Jüngstes Beispiel: Tui Hotels & Resorts. Auf der künstlichen Insel „The Palm Jumeirah“ vor der Küste Dubais sollen direkt am Strand ein Robinson Club und ein Iberotel entstehen. Für beide Tui-Marken wurde jetzt ein Vertrag unterschrieben. „Noch in diesem Jahr wird mit dem Bau beider Anlagen begonnen“, sagte Karl J. Pojer, Tui-Bereichsvorstand Hotels & Resorts. Eröffnung beider Anlagen wird 2008 sein.

Die Gruppe Tui Hotels & Resorts sieht wie viele andere Hotelketten in Dubai und den übrigen Vereinigten Arabischen Emiraten große Potenziale im höherwertigen Hotelbereich. Seit Jahren wird in den Emiraten – allen voran Dubai – enorm in die touristische Infrastruktur investiert, weil sich die Scheichs unabhängiger vom langsam versiegenden Ölstrom machen wollen.

Hohe Belegungsraten und eine stetig steigende Nachfrage nach Hotelbetten sind die Folgen der Investitionen. Im Jahr 2005 wurden in Dubai 300 Hotels mit 29.834 Zimmern gezählt. Nach Angaben des Government of Dubai soll die Zahl der Hotels bis 2010 auf 335 (45.645 Zimmer) steigen. Bevorzugte Standorte der Hotelketten werden unter anderem die künstlichen Inseln vor der Küste Dubais sein. Gebaut werden derzeit The Palm Jumeirah, The Palm Ali Jebel, The Palm Deira – alle mit direkter Verbindung zum Land – sowie The World (bestehend aus 300 Einzelinseln zirka vier Kilometer vor der Küstenlinie).

Namhafte Hotelgesellschaften wie Kempinski, Radisson, Shangri-La, One & Only und Trump haben sich bereits einen Standort auf The Palm Jumeirah gesichert. Diese Luxushotels und -resorts werden frühestens im Jahr 2008 die ersten Gäste empfangen.

Robinson ist der erste

Premium-Club in Dubai

Als Trendsetter für Cluburlaub wird Robinson der erste Anbieter in diesem Segment in Dubai sein. Auch mit Iberotel feiert Tui in Dubai Premiere. Iberotel ist im arabischen Raum – vor allem in Ägypten – bereits erfolgreich vertreten. Deshalb habe man hohe Erwartungen in Dubai, so Pojer. „Mit unserem Engagement sichern wir uns Bettenkapazitäten in dieser zukunftsträchtigen Region und stützen die Strategie der World of Tui, auf die wir mit eigenen Betten direkt Einfluss nehmen können.“

Als größter Ferienhotelanbieter Europas ist die Gesellschaft Tui Hotels & Resorts für die Hotelbeteiligungen des Konzerns verantwortlich. Zur Tui gehören zwölf Hotelmarken in 30 Ländern mit insgesamt 279 Hotels und zirka 165.000 Betten. Im internationalen Ranking der größten Hotelketten steht Tui Hotels & Resorts nach eigenen Angaben auf Platz 12. Zirka 43 Prozent der Hotels befinden sich im Eigentum, 39 Prozent werden im Management geführt, elf Prozent sind gepachtet und sieben Prozent laufen über einen Franchisevertrag.

Während der Robinson Club überwiegend den deutschsprachigen Markt ansprechen wird, soll das Iberotel laut Pojer international positioniert werden.

Der Robinson Club wird ganzjährig geöffnet sein und über rund 300 Zimmer und Suiten in fünf Kategorien verfügen. „Der Club wird das exklusive Image Dubais und die arabische Kultur und Architektur bestens widerspiegeln“, sagt Robinson-Geschäftsführer Max-Peter Droll. Der Club will seinen Fokus insbesondere auf Wellness, Fitness und Wassersport richten. Mit diesen Angeboten will der Club vor allem Paare ansprechen. Paare erreichten 2005 in allen Robinson-Clubs einen Anteil von 42 Prozent am gesamten Gästeaufkommen. 40 Prozent waren Familienurlauber, 18 Prozent Alleinreisende. Im neuen Club in Dubai werden die Gäste Einrichtungsstandards wie Spezialitätenrestaurant, Theater, Nachtclub, Robin Store und „Artelier“ sowie Seminarräumlichkeiten wiederfinden. Robinson ist mit 73 Prozent Marktanteil der Marktführer im deutschen Premiumsegment für Cluburlaub. Zum Portfolio gehören derzeit 21 Clubanlagen in acht Ländern. Das Iberotel The Palm Dubai wird 300 Zimmer und Suiten bieten. Es wird im landestypischen Stil gebaut und soll mit fünf Sternen klassifiziert werden. Ein vielfältiges gastronomisches Angebot mit À-la-carte- und Hauptrestaurant, Bars sowie Fitnesscenter, Wellness- und Beautyeinrichtungen werden zu den Angeboten des neuen Hotels zählen. „Mit dem neuen Haus sollen in erster Linie Paare angesprochen werden, die zum Einkaufen und Genießen nach Dubai kommen“, so Martin Schlüter, Managing Director Iberotel. Ein Konferenzbereich für bis zu 400 Personen wird darüber hinaus Geschäftsreisenden und Tagungsgästen zur Verfügung stehen. Das im Jahr 1970 gegründete Hotelunternehmen wird 2006 sein Hotelportfolio auf 23 Anlagen erweitern.

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