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Flaggschiff: Mit dem Frankfurter Hof gründet Alfred Steigenberger 1930 das Familienunternehmen Steigenberger Foto: Hotel

Märkte & Unternehmen

Grundlagen für den Erfolg gelegt

Steigenberger investiert nach Konsolidierungsphase wieder in die Expansion / Belegung steigt von 60 auf 65 Prozent

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/8 vom 23. Februar 2008

FRANKFURT/M. Nach Jahren der Konsolidierung hat in jüngerer Zeit neue Wege eingeschlagen, die dem Unternehmen ein frischeres Image und eine noch bessere Wirtschaftlichkeit verschaffen. Hand in Hand gehen diese Maßnahmen mit der weiteren Expansion des Unternehmens. Der ehemalige Steigenberger-Vorstandssprecher Karl Anton Schattmaier, der kürzlich aus seinem Amt ausschied (AHGZ vom 2. Februar), erläuterte beim ersten Deutschen Hotelkongress der AHGZ im Steigenberger Airporthotel, wie das Unternehmen durch Marktbeobachtung und Neubewertung die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg legte. Die Aufgaben von Schattmaier übernahm der ehemalige Geschäftsführer von Accor Deutschland, André Witschi, als neuer Vorstandsvorsitzender.

Die Jahre 2006 bis 2007, so Schattmaier, seien zwei der erfolgreichsten Jahre der Unternehmensgeschichte gewesen. Das Unternehmen verzeichnete Ertrags- und Umsatzzuwächse in allen Geschäftsbereichen. Die sei vor allem den Maßnahmen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zuzuschreiben, die auf Vergleichen basierten.

Zunächst einmal, so Schattmaier, habe sich Steigenberger auf sein Kerngeschäft Hotellerie konzentriert und Unternehmensteile wie etwa die betriebseigene Kellerei oder Anteile am Reservierungsunternehmen Worldhotels aufgebeben. Außerdem erfolgte die Reduzierung auf die Marken Steigenberger und InterCity Hotels. Esprix und Maxx wurden abgeschafft. Gleichzeitig bereinigte Steigenberger sein Portfolio, löste oder modifizierte nicht zufriedenstellende Pachtverträge und straffte die Struktur der Tochtergesellschaften. Nach der dadurch erfolgten Konsolidierung startet das Unternehmen ein umfassendes Investitions- und Innovationsprogramm.

Der elektronische Vertrieb wurde ausgebaut. Das Unternehmen führte ein eigenes zentrales Reservierungssystem ein und schlug eine Vertriebsstrategie ein, die künftig ausschließlich von Steigenberger definiert ist. Gleichzeitig wurde der Internetauftritt erneuert. Hinzu kam der Aufbau eines Customer Relationship Managements (CRM). Investitionen in die Dienstleistungsqualitäten optimierten die Business Services, sorgten für mehr Preisklarheit und verbesserten sowohl die technische Ausstattung als auch die Gastronomie der Steigenberger-Betriebe. Zum November 2007 startete Steigenberger schließlich sein neues Steigenberger Ferienhotel-Konzept, dem Investitionen in das Zimmer sowie in die Spa-/Wellnessbereiche der Hotels vorangegangen waren.

Außer Investitionen in die bestehenden Flaggschiff-Hotels in Düsseldorf, Frankfurt und auf dem Petersberg bei Bonn setzt Steigenberger aber auch wieder verstärkt auf Expansion. So eröffnete das Steigenberger Hotel Therme Meran, das Hotel de Saxe in Dresden und das Strandhotel Zingst, das Unternehmen übernahm das Hotel Treudelberg in Hamburg und die Hotels Al Dau Beach Hotel Red Sea und Nile Palace Luxor in Ägypten.

Im Jahr 2007, verriet Schattmaier, wurde die Belegung von bisher 60 auf mehr als 65 Prozent gesteigert, die Durchschnittserlöse verbesserten sich um 12 Prozent und der Zimmererlös um 15 Prozent. Susanne Stauß

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