AHGZ-Barometer
Gutes Jahr für Frankfurts Hotelmarkt
Im August legte die Branche eher verhalten zu. Einen Monat nach der Fußball-Weltmeisterschaft stieg der RevPar gegenüber dem Vorjahresmonat nur um 0,2 Prozent an. Der Herbst begann jedoch positiv und verspricht ein insgesamt erfolgreiches Jahr
FRANKFURT. Eine Schwächephase hat den Frankfurter Hotelmarkt im August geprägt. Verzeichnete die Kettenhotellerie der Hessenmetropole in den Monaten der Fußball-Weltmeisterschaft noch Zuwächse beim RevPar von 44,6 Prozent im Juni und 24,7 Prozent im Juli, zeigte sich die Entwicklung im ersten Monat nach der WM eher verhalten. Der August gehört allerdings mit den Monaten Juli und Dezember zu den traditionell schwächsten Monaten für die Frankfurter Hotellerie.
Der RevPar wuchs im August 2006 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,2 Prozent auf 46,4 Euro und lag damit nur knapp unter dem deutschen Durchschnitt von 46,5 Euro. Dieser Zuwachs ist dem um 0,2 Prozent gestiegenen durchschnittlichen Zimmerpreis zu verdanken. Die Belegungsrate blieb mit 57,1 Prozent unverändert. Insgesamt liegen die Ergebnisse in Frankfurt im August unter den nationalen Durchschnittswerten: plus 0,2 Prozent beim RevPar gegenüber 7,4 Prozent für Deutschland. In Städten wie Berlin, Hamburg und Dresden hatte der WM-Effekt mehr Einfluss.
Auf die letzten zwölf Monate kumuliert weist der Frankfurter Hotelmarkt mit einer Zunahme des RevPar um 8,4 Prozent die gleiche Tendenz auf wie der nationale Durchschnitt, der bei 8,9 Prozent liegt. Die Belegung hingegen geht leicht um 0,2 Prozentpunkte zurück und erreicht 65,2 Prozent. Sie bleibt jedoch um gut 2 Prozentpunkte höher als der nationale Durchschnitt (63,1 %).
Die Economy- und First-Class-Hotels liegen weiter vorn. Die höherwertigen Hotels erreichten kumuliert über die letzten zwölf Monate einen um mehr als 10 Prozent gestiegenen Preis, der bei 127,2 Euro den deutschen First-Class-Durchschnitt um satte 19,1 Euro schlug. Die Auslastung blieb trotz höherer Preise stabil.
Das deutsche Business-Klima bleibt positiv, so dass der stark von diesem Segment getriebenen Performance in Frankfurt vorerst nichts im Wege steht. Nicht nur im Juli und August, sondern auch im Mai wurden durch vorgezogene Business-Aktivität Rekord-Zuwächse (58,1% beim RevPar) verzeichnet. Oliver Benz, Direktor des Lindner Congress Hotel: „Nach einem nicht so starken August, zeigt sich der Herbst für die Frankfurter Hotellerie bereits von seiner guten Seite. Mit Spannung wird nun vor allem die Einführung der Mehrwertsteuererhöhung erwartet.“ Sicher ist, dass die Performance in Frankfurt für das Gesamtjahr 2006 positiv sein wird.
