Touristik
Hoch in der Gunst der Gäste: Sachsen-Anhalt als Reiseziel
Übernachtungen plus 3 Prozent / Wassertourismus als Stärke
MAGDEBURG Die sachsen-anhaltische Beherbergungsbranche darf sich freuen. Im vergangenen Jahr wurden in Betrieben ab 6 Betten mehr als 6 Mio. Übernachtungen gezählt. Das teilte die Landesmarketing GmbH in Magdeburg jetzt mit.
„Dieser Trend setzt sich auch zu Beginn des Jahres 2006 fort“, freut sich LMG-Geschäftsführer Heinzgeorg Oette. Im Januar sei die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch einmal um 5,3 Prozent gestiegen.
Die 6 Mio. Übernachtungen aus dem Vorjahr bedeuten einen Zuwachs von 3 Prozent. Das liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt. In der Dynamik der Entwicklung wird Sachsen-Anhalt damit nur von Berlin, Hamburg und Thüringen übertroffen. Die deutlichsten Zuwächse innerhalb des Bundeslandes gab es 2005 im Großraum Magdeburg, wo die Übernachtungszahlen um 5,6 Prozent nach oben schnellten. Eine Tatsache, die Oette auf die 1200-Jahr-Feier der Landeshauptstadt zurückführt.
Für den sachsen-anhaltischen Tourismus sieht Oette eine seit 1997 anhaltende positive Entwicklung. Er begründet es mit einer konsequenten Orientierung am Markt, an Kundenwünschen und an „Reisethemen, durch die sich Sachsen-Anhalt von anderen Bundesländern abhebt“. Dadurch sei das Land als Reiseziel in der Gunst gestiegen. „Mit Angeboten wie ,Straße der Romanik’, ,Gartenträume – historische Parks in Sachsen-Anhalt’ und ,Blaues Band – Wassertourismus in Sachsen-Anhalt’ kann das Land vor allem im Kurzreisebereich punkten und liegt damit voll im Urlaubstrend der Deutschen“, so Oette.
Eine Marktanalyse zum so genannten Blauen Band bestätigt seine Feststellung. Auch die Ergebnisse dieser Studie wurden in Magdeburg vorgestellt. In ihr verglich Professor Hans-Dieter Rohe von der Hochschule Anhalt den sachsen-anhaltischen Wassertourismus der Jahre 2005 und 2001. Danach stieg der Bekanntheitsgrad des Wasserreviers von 39 Prozent auf 48 Prozent.
Das Projekt „Blaues Band“ habe auch großes Wirtschaftspotenzial für die Region. Laut der Umfrage geben Kanuten 33 Euro pro Tag und Person aus, Motorbootfahrer 57 Euro. Der größte Teil der Summe (61 Prozent) entfällt auf Speisen und Getränke, auch bei Gaststättenbesuchen.