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Neuzeit im P1 (v.l.): Die Inhaber Florian Oberndorfer, Franz Rauch, Michael Käfer  Foto: Karin Gabler

Neueröffnung

Im Münchner P1 wird wieder getanzt

21. Oktober 2010
von  

MÜNCHEN. 12 Monate musste die Münchner Club-Szene auf ihr verzichten. Jetzt hat die legendäre Location unterhalb des Haus der Kunst wieder geöffnet – damit ist die „härteste Tür Deutschlands“ wieder in Funktion.

2 Mio. Euro investiert

Sieben Jahre nach der letzten großen Umgestaltung haben die Inhaber , Franz Rauch und Florian Oberndorfer den Nachtclub mit mehr als 2 Mio. Euro ein weiteres Mal neu erfunden. Geschäftsführer des Clubs ist seit 2008 der gebürtige Bulgare Radoslav Pavlov.

Verantwortlich für das neue Design im P1 sind Architekt Stefan Mauritz und Innenarchitekt Peter Buchberger. Sie haben die Location in zwei Clubbereiche eingeteilt: Der Hauptclub fasst etwa 600 Gäste, das kleinere „Stüberl“, das per Seiteneingang und durch separaten Gang erreicht wird, ist für zirka 150 Gäste ausgelegt und „very exklusiv“, wie Franz Rauch betont.

Im Hauptraum befindet sich in der Mitte die tiefgelegte Tanzfläche aus schwarzem Marmor. Sie ist umrahmt von sieben Bars und terrassenförmig angelegten Podesten und Logen. Originelles ist im Background zu entdecken, wo es in Unisex-Toilettenboudoirs Kommunikationsklappen gibt, während die Herren sprichwörtlich im Wald stehen – an Urinalen, die an Eichenbaumstämmen angebracht wurden.

Asiatische Küche  von Giang Van Nguyen

Dunkel gehalten, wirkt die Optik des Clubs speziell durch innovative Licht- und Video-Technik: mit mehr als 11.000 LEDs, 14 Plasmadisplays, mehreren Projektoren sowie sieben Medienrechnern, mit deren Hilfe jeder Beleuchtungskörper einzeln und mit Videosignalen zu steuern ist. Dazu wurde ein spezifisches 3-D-Soundkonzept entwickelt. Gastronomisch setzt das P1 jetzt auf asiatische Küche mit Giang („Chang“) Van Nguyen, der rund um die Uhr Sushi, Wokspezialitäten sowie den eigens kreierten Chang Burger bietet.

Franz Rauch, für den der Betrieb seit 26 Jahren wie ein Zuhause ist, hofft, dass die Ausgehkultur, die sich in der letzten Zeit zunehmend auf Freitag und Samstag beschränkt hat, wieder ändert: „In München gab es immer eine Subkultur – mit Ausgehen unter der Woche -, das ist zurückgegangen. Wir werden versuchen, hier etwas zu bewegen.“

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