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In München schnellen die Preise hoch

Die Kettenhotellerie der bayerischen Landeshauptstadt verzeichnet im Februar einen kumulierten Zimmerpreis von 87 Euro. Das entspricht einem Plus von 10 Prozent. Entsprechend legt der RevPar um 7,8 Prozent zu

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/14 vom 5. April 2008

MÜNCHEN. Die Kettenhotellerie in München hat sich gut behauptet. Sie steigerte ihren RevPar (durchschnittlicher Erlös pro verfügbarem Zimmer) im Februar 2008 kumuliert über zwölf Monate um mehr als 10 Prozent auf 87 Euro. Dies ist vor allem auf die stark gestiegenen Zimmerpreise zurückzuführen, die um satte 7,8 Prozent auf 118,70 zulegten. Deutlich geringer fiel mit 1,6 Prozent das Plus bei der Belegung aus. Doch lag sie angesichts sehr schlechter Raten in den Monaten Dezember 2007 sowie Januar und Februar 2008 mit 73,3 Prozent über die vergangenen zwölf Monate gesehen noch relativ hoch.

Bemerkenswert ist rückblickend der starke Zuwachs der durchschnittlichen Zimmerpreise, die lediglich im August die Marke von 100 Euro unterschritten. Die höchsten Zimmerpreise wurden im April (159,40 Euro), September (161,90 Euro) und Oktober (139,70 Euro) verzeichnet.

Der Münchner Kettenhotelmarkt ist geprägt von 4- und 5-Sterne-Häusern. Sie erzielten einen kumulierten Durchschnittszimmerpreis von mehr als 135 Euro. Ihr kumulierter RevPar wuchs um ganze 11,7 Prozent auf knapp 99 Euro im Februar, während der RevPar der gesamten Münchner Kettenhotellerie bei 87 Euro lag.

Während das kumulierte Ergebnis insgesamt sehr positiv ausfiel, gab es im Vergleich Februar 2008 gegenüber dem Vorjahresmonat einen leichten Rückgang. Dies ist aber vorwiegend auf die Entwicklung im Budget- und Mittelklasse-Segment zurückzuführen, deren RevPar um 10 Prozent sank. Dagegen stieg er im oberen Segment um 3 Prozent.

7,6 Prozent mehr Gäste

Mit einem sehr ausgeglichenen Gästemix ist München der stärkste Hotelmarkt in Deutschland. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 47 Prozent der rund 4,7 Mio. Gäste aus dem Ausland. Die 9,5 Mio. Übernachtungen waren gleichmäßig verteilt auf Business- und Freizeit-Gäste. Herkunftsländer der ausländischen Besucher waren in erster Linie die USA, Italien, Großbritannien, die Schweiz und Österreich.

Kräftigen Zulauf hat die bayerische Hauptstadt inzwischen auch aus den arabischen Golfstaaten. Die Gäste aus dieser Region sorgten in München für 253.000 Übernachtungen, was einem Plus von 38,1 Prozent entspricht. Insgesamt verzeichnete die Isarmetropole im vergangenen Jahr einen Besucherzuwachs von 7,6 Prozent.

Der Flughafen München Franz Josef Strauß, der zweitgrößte Deutschlands nach Frankfurt, hat 2007 mehr als 33,9 Mio. Passagiere gezählt und damit 10,4 Prozent mehr als im Vorjahr. 244 Flugziele wurden von München angeflogen.

Der Flughafen hat eine Kapazität von 50 Mio. Passagieren pro Jahr. Um noch mehr Fluggäste abfertigen zu können, sind die Erweiterung von Terminal 2 sowie eine neue Start- und Landebahn geplant. Die Fertigstellung ist für 2011 angesetzt. Was nicht kommt, ist die Anbindung an den Transrapid. Der Grund: Die Kostenexplosion für den Bau der Magnetschwebebahnstrecke.

Die Stadt feiert Jubiläum

In diesem Jahr erwartet die bayerische Hauptstadt, die über zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie Museen und historische Bauwerke verfügt, einen weiteren Gästeschub. Sie feiert nämlich ihr 850-jähriges Jubliäum. Davon dürften die Hotels der Landeshauptstadt profitieren.

Und im Jahr 2010 wird das Oktoberfest 200 Jahre alt. Zu diesem Volksfest kommen jährlich rund 6 Mio. Besucher. Weitere Gäste zieht die Messe an: mehr als 2 Mio. pro Jahr. Insgesamt kann sich die Stadt über eine gute wirtschaftliche Entwicklung freuen. Sie hat mit 5,6 Prozent eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in Deutschland.

Angesichts dieser vielversprechenden Basisdaten ist es nicht verwunderlich, dass München viele Investoren anlockt. Bis zum Jahr 2010 sind für die Isarmetropole rund 1200 neue Zimmer geplant. Eins davon ist das Budget-Hotel Motel One München City Ost mit 221 Zimmern.

Trotz dieser Zimmerausweitung dürfte sich die Hotellerie der bayerischen Stadt aber weiterhin positiv entwickeln. Schließlich wird die höhere Zimmerzahl durch einen zu erwartenden starken Gästestrom mehr als ausgeglichen. München ist und bleibt sowohl das Ziel zahlreicher Touristen aus dem In- und Ausland sowie von Tagungsgästen. red

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