Zulieferer
Inbev will in Deutschland wachsen
von Bernhard Eck
STUTTGART. Inbev, der nach der Übernahme von Anheuser-Busch weltgrößte Braukonzern, will weiter wachsen. Das machte der Chef des Braukonzerns, Carlos Brito, in einem Interview mit Welt am Sonntag deutlich.
„Wir haben das Ziel, Absatz, Umsatz und Marktanteil in Deutschland deutlich zu steigern, und werden dazu auch kräftig investieren", sagte Brito der Sonntagszeitung. So werde es bei Beck's im Frühjahr eine neue Biermix-Sorte mit schwarzer Johannisbeere geben. Und es sei an eine neue Biersorte gedacht.
Geld ist vorhanden
Inbev wolle sich zwar auf ein „organisches Wachstum" konzentrieren, sei aber auch bereit, deutsche Brauereien zu übernehmen, so Brito. „Wenn alles passt, greifen wir zu." In China habe man bereits drei Brauereien übernommen. Das nötige Geld jedenfalls sei wieder vorhanden. Inbev wolle aber nicht die in erster Linie die größte, sondern die beste Brauereigruppe sein, betonte der Konzernlenker. Deshalb investiere man verstärkt in gute Mitarbeiter.
Bierpreis müsste erhöht werden
Zum Bierpreis bemerkte Brito: „Die Brauer stehen stark unter Druck wegen stetig steigender Rohstoff-, Verpackungs- und Energiepreise. Eigentlich müsste deshalb der Bierpreis erhöht werden, gerade in Deutschland, wo der Bierpreis ohne deutlich niedriger ist als in anderen Ländern." Das sehe der Verbraucher aber anders. Deshalb sei es sehr schwierig, Preiserhöhungen durchzusetzen. Carlos Brito: „Die nächsten sechs Monate werden zeigen, ob Preiserhöhungen möglich sind."

