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Vertragsunterzeichnung (v.li.): Jan G. F. Eijkemans, Director der MAB Development B.V., Gerald Lawless, Executive Chairman der Jumeirah Group, Michael L. Flesch, Managing Director of MAB Development Deutschland GmbH. Foto: MAB Bouwfonds

Unternehmen

Jumeirah kommt nach Deutschland

29. April 2009
von  Barbara Goerlich

FRANKFURT. Die Würfel sind gefallen, der Pachtvertrag ist unterschrieben. Die in Dubai ansässige Hotelgruppe wird mit dem Jumeirah Frankfurt Hotel ihr erstes deutsches Haus im Frühjahr 2010 eröffnen.

Das 5-Sterne-Hotel mit 219 Zimmern ist Teil des im Bau befindlichen Palais Quartiers an der Frankfurter Hauptwache. Zu der gemischt genutzten Immobilie am Thurn-und-Taxis-Platz gehören neben dem Hotel, mehrere Bürotürme, das wieder erbaute Thurn-und Taxis-Palais mit Kongresssaal und Gastronomie sowie das im Februar 2009 eröffnete Einkaufszentrum „MyZeil“. Die Eröffnung des Jumeirah soll Mitte 2010 mit der Gesamteröffnung des Palais Quartiers stattfinden.

Jumeirah plant für Frankfurt ein „marktführendes Luxushotel von Weltklasse in Frankfurts Innenstadt”. Es soll Geschäftsreisende wie Urlauber ansprechen, wünscht sich Jumeirah-Chef Gerald Lawless. „Das Jumeirah Frankfurt Hotel ist ein wichtiger Bestandteil unseres weltweiten Expansionsplans“, und Deutschland seit langem der drittgrößte Quellenmarkt für Jumeirah, erklärt Lawless.

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„Wir werden den Luxus und Qualitätsstandard von Jumeirah, den viele deutsche Urlauber in Dubai bereits kennen gelernt haben, nun zu ihnen bringen.“

Das Jumeirah Frankfurt Hotel erhält 219 Zimmer, Konferenzräume, Spa sowie mehrere Restaurants, Bars und ein Gourmetrestaurant, entworfen von der japanischen Designergruppe Super Potato. Die Innenausstattung und Raumgestaltung übernimmt Peter Schilling & Associates. Das Gebäude wurde vom Frankfurter Architekturbüro KSP Engel und Zimmermann entworfen.

Großes Projekt in Frankfurt: Das Palais Quartier mit dem neu erbauten Thurn und Taxis Palais, links die drei ineinanderverdrehten Bürotürme, rechts das drei stehende Hotel. Foto: MAB

Lange war spekuliert worden, wer das Hotel im innerstädtischen Neubauquartier betreiben wird. Die Suche nach einem Betreiber für das Hochhaushotel an der Frankfurter Hauptwache zog sich über Jahre hin und gehörte zu den Dauer-Themen in der Branche. Das zum Gebäudekomplex gehörende Shoppingzentrum MyZeil ist längst eröffnet, aber die Betreibersuche für das ursprünglich Ende 2009 zur Eröffnung stehende Hotel ging weiter.

„Die üblichen Verdächtigen“ von Marriott über Melia bis NH hatten sich angesichts von Pachthöhe und Konditionen zurückgezogen. „Nach langwierigen Verhandlungen mit nationalen und internationalen Hotelgesellschaften“ heißt es bei den Vermittlern von Jones Lang LaSalle Hotels, sei nun der Abschluss mit Jumeirah erfolgt. Bis zuletzt stand weder die Kategorie fest noch die genaue Zimmerzahl.

Da sich die Zimmergröße an der Kategorie orientiert werden im künftigen Fünf-Sterne-Jumeirah Hotel nun 219 Zimmer auf 25 Etagen angeordnet. Das macht das Hotel allein von der Logistik – maximal ein Dutzend Zimmer pro Etage – aufwändig zu bespielen. „Aber Jumeirah hat im Betreiben von Hochhaushotels ja Erfahrung“, kommentiert ein Mitbewerber-Hotelier. Zum Portfolio von Jumeirah mit Sitz in Dubai zählen derzeit fünf Hotels in Dubai, eines in New York und zwei in London. Weltweit sind diverse Projekte im Bau.

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