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Zögerliche Geldvergabe: Angesichts der internationalen Finanzkrise wird es auch für Hotelinvestoren schwieriger, an Kredite zu kommen Grafik: Cartoonexpress

Märkte & Unternehmen

Keine Panik trotz Krise

Investment Forum: Investoren wollen weiterhin Hotels kaufen / Die Lage ist nicht leicht

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/13 vom 22. März 2008
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BERLIN. „Die Botschaft dieser Konferenz ist, dass die Leute unverändert Geschäften machen wollen.“ Dieses positive Fazit hat Simon Hudspeth, Director und Head of Consultancy bei Christie + Co., trotz der internationalen Finanzkrise aus dem Internationalen Hotel Investment Forum im Vorfeld der Internationalen Tourismus Messe (ITB) in Berlin gezogen. Dazu trafen sich zum elften Mal Vertreter der Hotelbranche und Hotel-Investment-Industrie im InterContinental der Hauptstadt. Sie verbreiteten optimistische Stimmung, sahen allerdings angesichts der schlechten Nachrichten aus den USA auch dunkle Wolken am Firmament aufziehen.

Mehr als 1900 Teilnehmer besuchten die zahlreichen Plenarsitzungen, Vorträge und Diskussionsveranstaltungen des Hotel Investment Forums. Zentrales Thema war „Der Ausblick für die europäische Hotel Industrie – ein Blick auf Trends, Chancen und Perspektiven.“ In den verschiedensten Variationen zog es sich durch die drei Konferenztage.

Qualität immer wichtiger

Simon Hudspeth verströmte Zuversicht. Der Director bei Christie + Co., der zu dem Thema „Transaktionen auf dem Grundstücksmarkt – Zeit zu kaufen oder zu verkaufen?“ referierte, betonte: „Investoren sind weiterhin erpicht auf Hotels und die, die das Geld bereitstellen müssen, sind auch nach wie vor willens, ihr Geld in Hotels anzulegen. Die Türen der Banken stehen weiterhin weit offen.“

Zwar sei die Lage vor allem bedingt durch die Finanzkrise zur Zeit nicht ganz leicht, die Preise gerieten zunehmend unter Druck, so der Manager. Aber beruhigend fügte er hinzu, dass es bisher Hotelimmobilienverkäufe zu Discount-Preisen noch nicht gegeben habe.

Und Chris Day, International Managing Direktor bei Christie + Co., ergänzte, die Fachveranstaltung habe deutlich gezeigt, dass die Branche nicht in Panik verfalle. „Zwar laufen die Verkaufsaktivitäten verständlicherweise etwas langsamer, aber wir erwarten zum Ende dieses Jahres eine Beschleunigung. Die Käufer wollen von der Finanzkrise profitieren, die Verkäufer dennoch nach Möglichkeit immer historische Höchstpreise erzielen“, sagte er.

Doch vor allem dieses Jahr gelte für die gesamte Hotelbranche eines ganz besonders, ist der Managing Direktor fest überzeugt: „Wir müssen den Fokus noch stärker auf die Qualität richten, sowohl bei der Lage, als auch bei den Hotelbetreibern und bei den Angeboten.“

Teuerung droht

Die Finanzkrise beschäftigte auch Richard Gomel, Geschäftsführer der Starwood Capital Group. Er versicherte wie Huspeth, dass es noch keinen Rückgang gäbe. Doch vertrat er die Auffassung, dass die schlimmsten Folgen der Kreditkrise sich erst noch zeigen würden, wovon dann auch Europa betroffen sei. Entsprechend gingen die Experten davon aus, dass das Transaktionsvolumen zurückgehen werde. Der Grund: Kredite seien schwerer zu bekommen und würden teurer. Uwe Lehmann

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