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Kempinski will ins Pariser Crillon
von Raphaela Kwidzinski
BERLIN. Kempinski will das Hôtel de Crillon in Paris übernehmen. Das bestätigte Kempinski-Sprecherin Kerstin Heinen gegenüber der AHGZ.
Ob der Management-Vertrag für das 5-Sterne-Haus am Place de la Concorde wirklich zustande kommt, hänge aber davon ab, ob der jetzige Eigentümer Starwood Capital das Haus in den kommenden Wochen tatsächlich an die saudische Königsfamilie verkaufe. Die Transaktion ist laut Heinen bislang noch nicht vollzogen worden.
„Vor Sommer passiert also erst einmal gar nichts“, sagt Kempinski-Sprecherin Heinen. Die Luxushotelkette habe aber großes Interesse am Crillon. Das 147-Zimmer-Hotel wäre das erste Haus für Kempinski in Frankreich. Zugleich ist das Crillon ein Prestigeobjekt der französischen Haupstadt: Im 18. Jahrhundert erbaut, diente es zunächst als Privatresidenz. 1909 hat die Société du Louvre, Vorgängerin der heutigen Groupe du Louvre, es als Hotel eröffnet. Louvre ist seit 2005 ein Tochterunternehmen von Starwood Capital und betreibt das Crillon derzeit unter der Marke der Concorde Hotels & Resorts.
Die Luxushotelkette Kempinski betreibt derzeit weltweit 64 Hotels, darunter 31 in Europa. In den kommenden fünf Jahren will das Unternehmen sein Portfolio nahezu verdoppeln. Schwerpunkt der Expansion soll in Afrika und Asien liegen. Dennoch will sich das Unternehmen auf seine deutschen Wurzeln besinnen. "Wir wollen künftig 50 Prozent unserer Häuser in Europa haben", sagt CEO Reto Wittwer kürzlich gegenüber der AHGZ (Print-Ausgabe vom 26. Februar).
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