AHGZ-Barometer
Kettenhotellerie gewinnt weiter an Kraft
Nachdem bereits das erste Quartal dieses Jahres erfreulich angelaufen war, zeigt sich der deutsche Markt der Kettenhotellerie auch im Oktober in guter Verfassung. Der RevPar legte um satte 15,7 Prozent auf 74,80 Euro gegenüber dem Vorjahresmonat zu
STUTTGART. Der Aufwärtstrend in der deutschen Kettenhotellerie setzt sich fort. Auch im Oktober hat der deutsche Markt weitere Ergebniszuwächse verzeichnet. Damit verfestigt sich die positive Entwicklung, die sich bereits im ersten Quartal dieses jahres abgezeichnet hatte. Selbst die Ergebnisverluste in den Monaten Mai bis Juli, die aus dem Vergleich mit den durch die Fussballweltmeisterschaft verschönten Vorjahresergebnissen resultierten, sind beim genaueren hinsehen als erfreulich einzustufen. Denn sie liegen deutlich über den im Jahr 2005 erreichten Werten.
Der RevPar (Erlös pro verfügbarem Zimmer) des deutschen Gesamtmarktes kam im Oktober des laufenden Jahres auf 74,80 Euro, ganze 15,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Dieser Zuwachs begründet sich in der um 2,6 Prozentpunkte höheren Auslastung und einem um 11,5 Prozent gewachsenen durchschnittlich erzielten Zimmerpreis. Der Oktober war bereits der dritte Monat in den vergangenen zwölf Monaten, in dem der durchschnittlich erzielte Zimmerpreis des Gesamtmarktes die 100-Euro-Marke überschritt.
Hannover verliert
Der 12-Monats-RevPar zum Oktober lag bei 59,10 Euro, ein 4,4-Prozent-Plus im Vergleich zur vorherigen Periode. Während die Auslastung um 0,6 Prozentpunkte auf 64,1 Prozent zulegte, wuchs der durchschnittlich erzielte Zimmerpreis um 3,5 Prozent auf 92,20 Euro. Dabei bleibt der RevPar des Economy-Segements im Vergleich zu dem des Midscale-Segments weiterhin auf einem höheren Niveau, was sich auf eine deutlich höhere Auslastung zurückführen lässt..
Kumuliert über zwölf Monate erzielte das Economy-Segment jedoch wie bereits im vergangen Jahr mit plus 3,4 Prozent das schwächste Wachstum. Nachdem im vergangenen Jahr das Upscale-Segment die größten Ergebniszuwächse verzeichnet hatte, zeichnen sich für dieses Jahr die duetlichsten Zugewinne im Midscale-Segment ab. Der kumulierte RevPar der Mittelklass-Kettenhotellerie legte zum Oktober um ganze 5,7 Prozent zu.
Im diesjährigen Oktober waren es vor allem Düsseldorf, Köln und Dortmund, die sich über einen gestiegenen RevPar freuen konnten. Aber auch München, Berlin und Frankfurt sowie Mannheim/Heidelberg, Kassel und Stuttgart verzeichneten jeweils zweistellige Umsatzzuwächse. Dresden und Hannover waren dagegen die einzigen Märkte mit einer negativen RevPar-Entwicklung. Sie verloren jeweils mehr als 7 Prozent.
Der Düsseldorfer Markt legte im Oktober mit der Großmesse K 2007 und zahlreichen wichtigen Kongressen und Tagungen um außergewöhnliche 82,1 Prozent beim RevPar zu. Der durchschnittliche Zimmererlös erreichete in der dortigen Kettenhotellerie 114,40 Euro bei einem Zimmerpreis von 153,50 Euro. Die Stadt Düsseldorf ist auch bei den Year-to-Date Ergebnissen eine der großen Gewinnerinnen dieses Jahres.
München bleibt, was die durchschnittlich erzielten Zimmerumsätze angeht, weiterhin einsamer Spitzenreiter mit 94,30 Euro beim Year-to-Date. Die Hauptstadt Berlin hat sich mit 71,90 Euro den dritten Platz nach Hamburg eragttert.
Zusammen mit Hannover, wo die Kettenhotellerie beim Year-to-Date mit 4 Prozent niedrigerem RevPar unter dem Ergebnis der vorherigen Periode liegt, sind Stuttgart, Nürnberg und Dortmund die wachstumsschwächsten deutschen Großstädte. Im vergangenen Jahr hatten sie im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft noch die üppigsten Zugewinne verbucht. red

