AHGZ-Barometer
Kettenhotellerie weiter auf Talfahrt
STUTTGART. Der auf die Weltwirtschaftskrise zurückzuführende Abwärtstrend auf dem deutschen Kettenhotelmarkt hat sich im April dieses Jahres fortgesetzt. So brach der RevPar (durchschnittlicher Erlös pro verfügbarem Zimmer) um satte 33,1 Prozent auf 46,60 Euro. Damit liegt er nicht nur deutlich unter Vorjahresniveau, sondern auch unter den Werten von April 2007 (-18 %) und 2006 (-9 %).
Die Auslastung sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 13,9 Prozentpunkte auf 54,8 Prozent und steht rund 6 Prozentpunkte unter der Auslastung von April 2007 und 2006. Auch die durchschnittlich erzielten Zimmerpreise entwickelten sich negativ. Sie gingen um 16,1 Prozent auf 85 Euro zurück und liegen damit um 10 Prozent unter dem Niveau von 2007.
Düsseldorf ganz unten
Die besten Ergebnisse kann wie bereits in den vergangenen Monaten weiterhin das Economy-Segment vorweisen. Dank eines im Vergleich relativ geringen Preisrückgangs (-9,1 Prozent) fiel der RevPar in der Budget-Klasse lediglich um 26,6 Prozent und liegt damit weiterhin über dem RevPar-Wert der Mittelklasse. Allerdings fiel in diesem Segment der Rückgang der Auslastung mit -13,2 Prozentpunkten geringer aus als bei den Mitbewerbern der anderen Klassen. Das obere Segment musste wie seit Beginn der Wirtschaftskrise wieder die höchsten Rückgänge bei Auslastung und Zimmerpreisen hinnehmen.
Bei der über zwölf Monate kumulierten Betrachtung hat sich der RevPar-Rückgang klar beschleunigt. Er sackte zum April 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozent auf 58,10 Euro ab. Dabei befinden sich jetzt lle Kategorien auf Talfahrt, jedoch weisen die Economy- und Mittelklasse-Segmente mit minus 0,9 Prozent und minus 2,2 Prozent noch die besten Werte auf.
Dagegen leidet das obere Segment aufgrund eines leichten Preisrückgangs und einer starken Auslastungsabnahme einen RevPAR-Verlust von mehr als 5 Prozent auf 70,60 Euro. Der kumulierte RevPar des Economy-Segments holte auf und schraubte sich mit 46,80 Euro auf das Niveau des Mittelklasse-Segments hoch.
Betroffen von den unerfreulichen Ergebnissen sind im April dieses Jahres alle deutschen Städte. Gegenüber dem Vorjahr verzeichneten sie vor allem erhebliche Auslastungsrückgänge. Einzige Ausnahme ist Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover, wo sich die Hotellerie über eine leicht höhere Belegung freut. Den stärksten RevPar-Rückgang gab es in Düsseldorf. Beim kumulierten Ergebnis verzeichneten Frankfurt, Hamburg, München und Köln in den ersten vier Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen durchschnittlichen Zimmererlös von mehr als 60 Euro und stehen damit im Vergleich aller deutschen Großstädte noch gut da. Allerdings sank der RevPar in allen untersuchten Metropolen in der Bundesrepublik.
Im Auftrag der AHGZ ermittelt vom Hotel-Beratungsunternehmen MKG Hospitality/Hotelcompset
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