Konzepte
Klassische Bar mit pfiffigen Drinks
Jimmy’s Bar im Schlosshotel Kronberg bietet ihren Gästen mehr als 60 Cocktails und Longdrinks / Chef Luca Todisco lockt Besucher mit Shaker-Seminaren
KRONBERG. Holzvertäfelte Wände, bequeme Ledersessel und zwölf Pilzhocker am Tresen, ein Flügel in der Ecke – Jimmy’s Bar im Schlosshotel Kronberg bietet Platz für 50 Gäste. Das Jimmy’s ist eine Bar mit Tradition. Das besondere Interesse der Gäste gilt dem Getränke-Repertoire.
Chef der Bar im Schlosshotel Kronberg ist Luca Todisco. In seiner Karte finden sich 60 Aperitifs, Cocktails und Longdrinks. Mehr als 100 habe Luca Todisco außerdem im Kopf, sagt er. „Dry and Sweets, Medium and Sours, Tropical Drinks und auch solche ohne Alkohol“, erzählt er. Luca Todisco weiß, dass er auf die Sonderwünsche seiner Gäste eingehen muss.
Zwischen 19 und 20 Uhr ist Aperitif-Time im Schlosshotel Kronberg. Viele Restaurantgäste zieht es zuerst in die Bar. Mit einem Glas Champagner oder einem Cocktail stimmen sie sich auf ihr Menü ein. Das Angebot an Hochprozentern in der Karte umfasst ganze 90 Zeilen und scheint nahezu lückenlos zu sein. Der Whisky dominiert. „Die schottischen Malts sind am beliebtesten“, weiß Todisco. Das Angebot an Weinen ist dagegen klein.
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Gäste die nachhaken, bekommen jedoch die Restaurantkarte vorgelegt. Und aus ihr kann Todisco nahezu jeden vinologischen Wunsch erfüllen. So zum Beispiel mit Rheingauer Rieslingen des zum Schlosshotel gehörenden Weinguts Prinz von Hessen. Natürlich auch dessen feine Sekte.
Edle Champagner sollen das Angebot außerdem abrunden. Luca Todisco kann seine Gäste außerdem mit einem Dutzend Kreationen aus der Schlossküche versorgen. Auf der Karte stehen eine Käseauswahl mit Brot und Butter, ein Riesengarnelenspieß mit Kartoffel-Limonenpüree und Champagnerschaum oder ein gebratenes Filet vom Taunus-Saibling auf Blattspinat, feinen Butternudeln und Rieslingsauce. Serviert in Jimmy’s Bar wird von 18 Uhr abends bis 2 Uhr morgens. Die Besucher in Jimmy’s Bar sind eine Mischung aus Hausgästen und externen Gästen. Um letztere an den Tresen zu locken, veranstaltet der Chef in regelmäßigen Abständen Seminare und Kurse.
Gäste lernen das Mixen
„Cocktail-Mixen mit Barchef Luca Todisco“ heißt es dann. Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf beschränkt. Ein Shaker-Seminar kostet zum Beispiel 82 Euro pro Person. Damit möchte Luca Todisco nicht nur Gäste an den Tender locken, sondern auch in die Hotelzimmer. Das Schlosshotel Kronberg zählt im Umkreis von Frankfurt zu den feinen Adressen. Im englischen Tudorstil erbaut, wurde es gegen Ende des 19. Jahrhunderts fertiggestellt. Der Bilderschmuck an den Wänden ist spärlich, enthält aber eine Attraktion: ein Werk des britischen Malers William Turner hängt an einer Wand. Es befindet sich in Privatbesitz. Bemerkenswert ist auch ein weiteres Bild, nämlich das Selbstbildnis der Erbauerin dieses stattlichen Hauses, Kaiserin Friedrich, Gattin des unglücklichen 99-Tage-Kaisers und Tochter von Queen Victoria.
In diesem geschichtsträchtigen Haus startete Barchef Luca Todisco seine Karriere mit einer Ausbildung zum Hotelfachmann. Nachdem Todisco bei André Amador in Jimmy’s Bar im Hessischen Hof in Frankfurt hospitiert hatte, war seine Liebe für die Bar geweckt. Wolfgang Schmerfeld


