Touristik
Klotzen statt kleckern
Großer Auftritt von Rheinland-Pfalz auf der ITB / Hoteliers dürfen auf Landesmittel hoffen
BERLIN/MAINZ. Das Land Rheinland-Pfalz bot auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin auf 253 Quadratmetern seinen neun Tourismus-Regionen eine internationale Plattform. Mit der Konzentration auf die vier touristischen Magnete Wein, Wandern, Radwandern und Wellness will Rheinland-Pfalz punkten.
„Wir wollen unsere Standortvorteile noch stärker ausnutzen“, kündigte Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) bei seinem Besuch in Berlin an. Dass die Anstrengungen bereits fruchteten, zeige das erfreuliche Ergebnis aus 2007: Mit einem Anstieg von 3,4 Prozent bei Gästeankünften habe Rheinland-Pfalz nach Berlin den höchsten Zuwachs aller Bundesländer verzeichnen können. 7,7 Mio. Gäste und 21 Mio. Übernachtungen haben sogar das WM-Jahr 2006 noch einmal toppen können, so der Minister. Dies zeige, dass man mit dem themenbezogenen Marketing auf Landesebene auf dem richtigen Wege sei.
Auf Hochtouren laufen Hering zufolge derzeit die Vorbereitungen am Westerwald- und am Eifelsteig, die im Frühjahr eingeweiht werden. Beide Prädikatswanderwege werden durch das Land gefördert und vom Hotel- und Gaststättengewerbe unterstützt. Wichtig sei, sowohl in die Hardware als auch in die Software zu investieren. Für den Ausbau der Infrastruktur versprach Hering Landesfördergelder zwischen 7 und 20 Prozent für die Sanierung von Hotels und Beherbergungsbetrieben. „Das rheinland-pfälzische Beherbergungsgewerbe kann jetzt schon Anträge auf Zuschuss stellen“, so Hering gegenüber der AHGZ.
Auch an die Gäste ist bereits gedacht: In Arbeit sei ein Wanderroutenplaner, der in der zweiten Hälfte des Jahres online gehen soll und die schönsten rheinland-pfälzischen Wanderwege einschließt. Er zeigt über Links Unterkünfte und Einkehrmöglichkeiten an.
Das Land müsse sich im Tourismus weiter auf seine Stärken besinnen und Segmente mit großen Marktchancen zielgruppengerecht ausbauen. Dabei gelte es, so Hering, Produkte mit Alleinstellungsmerkmalen zu erarbeiten. Diese Strategie soll vom Hotel- und Gaststättenverband, dem Tourismus- und Heilbäderverband, den IHKs sowie der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH (RPT) und der Landesregierung demnächst offiziell verabschiedet werden. Heinz Feller
