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Kräftige Zuwächse in der Berliner Hotellerie

Mit einem im August um 9,8 Prozent gestiegenen RevPar liegt die Branche in der Hauptstadt deutlich über dem deutschen Durchschnitt. Die Auslastung erhöhte sich um 3,9 Prozent, der durchschnittliche Zimmerpreis um 4 Prozent

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/43 vom 28. Oktober 2006

BERLIN. Freude und Optimismus in der Berliner Kettenhotellerie: Sie hat im August dieses Jahres deutliche Zuwächse verzeichnet. Der RevPar (Erlös pro verfügbarem Zimmer) legte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,8 Prozent zu und kletterte von 48,3 auf 53 Euro. Sowohl der Anstieg von 3,9 Prozent in der Auslastung als auch der um 4 Prozent gewachsene durchschnittliche Zimmerpreis trugen zu dieser Entwicklung bei.

Im höherwertigen Hotel-Segment legte der Zimmerpreis kräftig um 6,3 Prozent zu. Dagegen wies im mittleren Segment sowie im Economy Bereich die Auslastungsrate einen starken Anstieg (7,4%) auf. Dadurch wuchs der RevPar in diesen beiden Kategorien stärker als in der oberen Klasse.

Der Hotelmarkt der Bundeshauptstadt schlug damit das Wachstum des deutschen RevPar-Durchschnitts, das im August bei 7,4 Prozent lag, um 2,4 Prozentpunkte. Der positive Effekt der Fußball-Weltmeisterschaft für die Berliner Hotellerie, die im Juli dank des Sport-Events einen RevPar-Zuwachs von 71,8 Prozent verzeichnete, setzte sich damit weiter fort.

Auch nominal liegt der RevPar in Berlin mit 53 Euro deutlich über dem deutschen Durchschnitt von 46,5 Euro im August dieses Jahres. Das ist vor allem auf eine gesunde Auslastungsrate von 73,9 Prozent zurückzuführen, die nur von den Städten Dresden und Hamburg übertroffen wurde. Denn der durchschnittliche Zimmerpreis trug eher nicht zu diesem Wachstum bei. Schließlich lag er mit 71,7 Euro sogar unter dem deutschen Durchschnitt von 74,6 Euro. Die kumulierten Ergebnisse der vergangenen zwölf Monate zeigen für die Berliner Hotellerie einem Zuwachs des RevPar um 12,5 Prozent, während Gesamtdeutschland in dieser Periode einen um 8,9 Prozent gestiegenen RevPar verzeichnete. Die Belegung wurde um 3 Prozent gesteigert, der Zimmerpreis legte sogar um 7,7 Prozent zu.

Die Belegung der Berliner Hotelzimmer ist mit 68,6 Prozent um mehr als 5 Prozentpunkte höher als der nationale Durchschnitt. Dabei liegt die obere Klasse deutlich vorn. Ihr durchschnittlicher Zimmerpreis weist einen Anstieg von 9 Prozent auf 108,5 Euro auf und liegt damit knapp über dem deutschen Durchschnitt in dieser Kategorie. Bemerkenswert sind auch die erfreulichen Mai-Ergebnisse, die durch eine vorgezogene Aktivität im Business Segment zu begründen sind. Während die Belegung im Vergleich zum Mai 2005 um 9,8 Prozent auf dem Gesamtmarkt zunahm, konnte sich vor allem das obere Segment mit einem RevPar-Zuwachs von 19,5 Prozent absetzen.

Trotz des fortwährenden Angebotswachstums (20% in den letzten fünf Jahren) konnte die Berliner Hotellerie den RevPar in den vergangenen zwölf Monaten – abgesehen vom Januar 2006 – steigern. Und das, obwohl der Preiskrieg den Zimmerpreis in den ersten vier Monaten 2006 gegenüber den Vorjahresmonaten rutschen lies. Dieser Trend scheint erstmals gebrochen. Darauf deuten die Ergebnisse der Monate ohne direkten Weltmeistereffekt (Mai und August) hin.

Mit Spannung werden die Resultate aus dem September erwartet, der traditionell der beste Monat für die Hotellerie in der Spreemetropole ist. Die Auslastungsrate über alle Kategorien hinweg lag im September 2004 und 2005 bei mehr als 80 Prozent bei einem für den Berliner Markt hohen durchschnittlichen Preis.

Paolo Masaracchia, Direktor des Mercure Hotel & Residenz Berlin Checkpoint Charlie, zeigt sich erfreut über die ersten Monate nach der WM. „Deutschland hat sich hervorragend präsentiert und das durchweg positive Bild trägt nun zu guten Vorbuchungen bis in den Januar hinein bei. Dabei wächst vor allem die Nachfrage von internationalen Kunden, die Berlin und Deutschland besuchen wollen.“ Ähnliche Zufriedenheit herrscht in der gesamten Branche. red

Im Auftrag der AHGZ ermittelt von MKG Consulting/Hotelcompset

www.ahgz.de

www.mkg-group.com

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