Märkte und Unternehmen
Luxuriöser Rückzugsort
LLUCMAJOR. „Mitten in der Saison 2008 hat das Hilton Sa Torre Mallorca eröffnet. Und dann begann die Finanzkrise. „Trotzdem sind wir mit dem Start und dem Verlauf des Jahres 2009 zufrieden“, sagt General Manager Nicolás Ostrovsky-Pereira. Er führt den guten Einstieg im hart umkämpften Hotelmarkt der Baleareninsel vor allem auf das Produkt und die starke Marke Hilton zurück.
Fast alle Global Player der Branche sind auf der Insel aktiv. Wie trotzt Hilton Sa Torre der Konkurrenz? Nicolás Ostrovsky-Pereira: „Wir setzen abseits aller Touristenzentren auf Kultur, Natur, Business und Sport. Die Anlage hält die Balance zwischen einer traditionellen mallorquinischen Finca und einem modernen, internationalen Luxushotel.“
Gruppengeschäft lohnt sich
Das Hilton Sa Torre ist kein typisches Stadthotel. Auch der Strand liegt nicht unmittelbar vor der Tür. Wer hierher kommt, sucht einen luxuriösen Rückzugsort zur Entspannung mit Möglichkeiten zum Tagen, Feiern und Sport. Zu 80 Prozent buchen Reisegruppen das Resort im Süden bei Llucmajor, die im Durchschnitt drei Nächte bleiben. Die Individualreisenden buchen wesentlich länger, in der Regel ein bis zwei Wochen. „Wir hatten trotz schwieriger Prognosen keinen Buchungsrückgang, registrieren aber ein extrem kurzfristiges Buchungsverhalten“, so Ostrovsky-Pereira. Da die Preise vor der Finanzkrise kalkuliert worden sind, hat das Hotel mit Preisnachlässen reagiert. Offensichtlich war das der optimale Weg, denn „im Zeitraum August/September 2009 war das Haus zeitweise zu 100 Prozent ausgebucht“, erzählt Business Development Managerin Sandra Kieft.
Das Resort umfasst ein Areal von 56.000 Quadratmetern. Das Haupthaus, ein Kastell aus dem 14. Jahrhundert mit eigener Kapelle, spiegelt die Geschichte und die Kultur der Insel wider. 1540 gelangte der Besitz in die Hände der Familie Villalonga, von der es der heutige Besitzer – das Immobilienunternehmen Grupo Drac – im Jahre 2005 in einem verfallenen Zustand übernahm. Drei Jahre dauerte die Restaurierung. Die 66 Zimmer und 24 Suiten sind auf mehrere Gebäude verteilt, viele haben eine eigene Terrasse. Im gesamten Haus ist die private Kunstsammlung der Eigentümer ausgestellt, darunter Originale von Picasso, Degas und Miro. Der ehemalige Weinkeller beherbergt heute eine umfangreiche Bibliothek. Für das kulinarische Wohl der Gäste ist Küchenchef Antoni Sants López Prats zuständig. Die teilweise in alten Gewölben befindlichen Räume eignen sich für Feste. Sandra Kieft: „Vor allem Hochzeiten haben sich zu einem guten Geschäftssegment entwickelt.“
Neues Konferenzzentrum
Neu ist das separate Sa Torre Conference Center mit 14 multifunktionalen Veranstaltungsräumen und Business Center. Das Konferenzgebäude liegt weit genug entfernt vom Hotelgeschehen, aber nahe genug, um sich in den Pausen im Pool zu erfrischen oder eine Massage im Spa zu buchen. Ein beheizter Innenpool, ein Wellnessbereich, zwei Außen- sowie ein Kinderpool, das Sa Torre Pure Spa sowie zwei Tennisplätze und ein Fußballplatz ergänzen das Angebot. Nahebei liegt ein Golfplatz, direkt am Haus führt ein Radweg vorbei.
